Fußball-Verbandsliga: Lohfelden und die Reserve des KSV Hessen trennen sich 0:0

Rutschpartie ohne Tore

Ballkontrolle unmöglich: Lohfeldens Jörg Odensaß wird von Dennis Kahl (Nummer 3) und Pere Pavic in die Zange genommen. Foto: Schoelzchen

Lohfelden. „Es war eine Frechheit, dieses Spiel überhaupt anzupfeifen.“ Wolfgang Zientek, der Trainer des Fußball-Verbandsligisten KSV Hessen II, sprach aus, was alle dachten. Bei für Spieler und Zuschauer unzumutbaren Bedingungen trennten sich der FSC Lohfelden und der KSV Hessen II im Spitzenspiel 0:0.

Weil der gefrorene Kunstrasen im Lohfeldener Nordhessenstadion unbespielbar war, hatte das Geschehen auf dem Platz mit Fußball nichts zu tun. Insgesamt waren 25 Spieler im Einsatz, die normalerweise alle prima mit dem Ball umgehen, aber das konnten sie gestern nicht zeigen. Zu sehr mussten sie darauf achten, die Balance zu halten, und dabei störte das Spielgerät, das wie ein Pingpongball von Mannschaft zu Mannschaft wanderte. Pässe zum Mitspieler waren da eher die Ausnahme.

So war das torlose Remis das folgerichtige Resultat, obwohl der FSC Lohfelden zwei Torchancen hatte, während der KSV beinahe ein Tor erzielt hätte.

Kurz vor der Pause sahen die 300 tapferen Zuschauer, von denen einige gar bis zum Schlusspfiff durchhielten, zwei spannende Szenen. Zunächst hielt Kassels Torwart Sven Hoffmeister einen von Yusuf Malli schlampig geschossenen Elfmeter, und dann parierte Lohfeldens Schlussmann Norman Stollberg einen Zwölfmeterschuss von Gazwan Avakhti.

Bis zur dritten und letzten Torchance der Partie mussten die frierenden Fans dann bis fünf Minuten vor Schluss warten. Hoffmeister reagierte bei einem Odensaß-Kopfball fantastisch.

Dann war endlich Schluss, und Lohfeldens Trainer Markus Müller verteilte Lob und Tadel. Die Komplimente gingen an die Mannschaft, während sich die Kritik gegen den Coach selbst richtete. „Auf dem schwer bespielbaren Platz waren wir die bessere Mannschaft. Besonders gut hat mir der engagierte Auftritt von Daniel Beyer gefallen“, sagte Müller und nahm die beiden nicht verbuchten Punkte auf seine Kappe.

„Eigentlich war Beyer als Elfmeterschütze vorgesehen, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, es wäre besser, Malli zu bestimmen. Dessen Schuss aber sah aus wie eine Rückgabe“, meinte Lohfeldens Trainer, dessen Mannschaft bei angemessenen Bedingungen nach der Winterpause sicher zeigen wird, dass beim FSC guter Sport geboten wird. Das gilt auch für die Reserve des KSV Hessen.

Von Gerd Brehm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.