Sandershäuser Tischtennis-Turnier: Teilnehmerrekord und Premiere

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Die Lokalmatadoren: Die Niestetalerin Yang Henrich kam bis ins Finale. Leon Graf vom Sportclub gewann das Turnier der Schüler A.

Niestetal – Teilnehmer-Rekord bei der 42. Auflage des internationalen Sandershäuser Tischtennisturniers. 1109 Sportlerinnen und Sportler aus 158 Vereinen kamen in die Mehrzweckhalle. „Wahnsinn“, sagt Peter Schumann, Turnierleiter und Abteilungsleiter des SC Niestetal. „Drei Mal haben wir in den vergangenen vier Jahrzehnten die 1000er-Marke geknackt. Ich freue mich besonders über den Rekord, weil immer wieder neue Gesichter dabei sind.“ Wir waren vor Ort.

Die Vorbereitung

Damit alles reibungslos gelingt, sind über 80 ehrenamtliche Helfer tätig. Vieles ist zu organisieren. „Ich vergleiche den Turnierablauf gern mit einer geteerten Straße“, sagt Schumann. „In all den Jahren haben wir uns den Streckenverlauf mit viel Erfahrung erarbeitet, beim Turnier selbst muss nur noch geschaut werden, wie man damit umgeht, wenn der Wagen mal auf die nicht befestigten Seitenränder rutscht.“ Das passiert zum Glück kaum.

Die Ausdauer

Die Mannschaft ist ausdauernd. Der Aufbau für das Turnier beginnt bereits am Mittwoch, damit pünktlich zu Beginn am Freitagabend alles läuft. Bis 6 Uhr in der Früh dauert der erste Wettkampf-Tag, dann steht mit Florian Bierwirth (SVH Kassel) der Sieger beim Brettchen-Turnier fest. Auch an den übrigen Tagen wird es spät.

Die Neuerung

Die Anstrengung lohnt sich aber auch, weil sich die Niestetaler immer wieder neu erfinden. In diesem Jahr wird zum ersten Mal die Klasse „Clickball“ angeboten. Mit einem vom Veranstalter gestellten Schläger aus einfachem Holz, der beidseitig mit farbigem Sandpapier beklebt ist, wird das Spiel rotationsloser und langsamer. Mehr als 40 Teilnehmer waren dabei. Sieger wurde Julian Heise vom MTSV Eschershausen.

Das Teilnehmerfeld

Aber auch in den alt bekannten Klassen ging es hoch her. In der Damen S-Klasse unterlag Dauersiegerin Yang Henrich aus Niestetal im Finale überraschend gegen die Polin Magdalena Sikorska. Bei den Herren war das Teilnehmer-Feld in der S-Klasse diesmal so hochkarätig besetzt wie noch nie: 19 Spieler wiesen einen QTTR-Wert von mehr als 2000 aus. Im Finale setzte sich Evgueni Chechetinine (TTC Champions Düsseldorf) vor Kestutis Zeimys (TTSF Hohberg) durch. „Wir haben uns sehr gefreut, dass Chechetinine nach einen Jahren Abwesenheit wieder dabei war“, sagt Schumann. Auch aus Niederbayern mischte wieder eine zehnköpfige Delegation unter Trainer Lukas Krementowksi mit. „Wir sind das neunte Jahr in Folge mit einer altersmäßig bunt gemischten Mannschaft dabei und genießen die familiäre Atmosphäre beim Turnier“, erklärt Krementowski. „Hier können sich die Spieler mit vielen neuen Gesichtern auf hohem Niveau messen.“

Die Region

Diese Möglichkeit schätzt auch Florian Bierwirth von der SVH Kassel. „Hier kann man sich mit Spielern messen, die man nicht schon aus dem Bezirk kennt.“ Sein Ziel, das Erreichen des Viertelfinales, in der Herren-S-Klasse verpasste Bierwirth. Einziger Nordhesse, dem das gelang, war Marco Hilgenberg, der schon in der Gruppe eine starke Leistung zeigte.

Leon Graf (SCN) gewann den Titel bei den Schülern A. Laura Albers (Eintracht Baunatal) setzte sich bei den Schülerinnen B und C durch.

Kerstin Starke vom SC Niestetal trat, nachdem sie am Tag vorher schon in der Turnierleitung mitgeholfen hatte, bei den Damen-B an. „Zwar war nach der Gruppe Schluss für mich, aber im Doppel lief es mit dem Titelgewinn an der Seite von Tanja Rüttgerodt-Graf richtig gut. Für mich ist es selbstverständlich, beim Heimturnier auch aktiv dabei zu sein“, erklärt sie eine lieb gewonnene Pfingst-Tradition. Wie ihr geht es vielen Sportlern: Wer in Niestetal einmal dabei war, kommt gern wieder.

Von Carina Wagener

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