Fußball-Kreispokal

SC Niederhone siegt deutlich - Außenseiter SG P/S hält eine Halbzeit mit

Björn Schellhase (links) von der SG Pfaffenbachtal/Schemmergrund zeigte sich am Samstag laufstark. Hier gewinnt er das Kopfballduell gegen Marcel Wagner.
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Björn Schellhase (links) von der SG Pfaffenbachtal/Schemmergrund zeigte sich am Samstag laufstark. Hier gewinnt er das Kopfballduell gegen Marcel Wagner.

Der SC Niederhone setzte sich am Wochenende im Kreispokal-Achtelfinale souverän gegen die SG Pfaffenbachtal/Schemmergrund durch.

Schemmern – Mit viel Leidenschaft stellte Thomas Hühnert vor dem Spiel die beiden Mannschaften vor. Der Vorsitzende der SG Schemmergrund war heilfroh, dass 80 Zuschauer am Samstagnachmittag den Weg zurück auf den Sportplatz fanden, um das Pokalspiel gegen den SC Niederhone zu sehen. „Nach einer so langen Pause bin ich glücklich, dass wir so viel alte Gesichter wieder begrüßen durften“, sagte Hühnert, dessen Team einen guten Start in die von Schiedsrichter Marco Buchenau geleitete Partie erwischte.

Die Vereinigten um Spielführer Jörn Brandau waren von Beginn an griffig in den Zweikämpfen und ließen sich keineswegs den Schneid vom Kreisoberligisten SC Niederhone abkaufen. Im Gegenteil: Nach Ballgewinnen schaltete die SG P/S schnell um und kam in der 6. Spielminute über den präsenten Rechtsaußen Valentin Kollmann zur ersten gefährlichen Strafraumaktion. Seinen strammen Schuss hielt Niederhones Schlussmann Christian Heidrich sicher.

Vier Zeigerumdrehungen später bediente der laufstarke Björn Schellhase Mittelstürmer Thorsten Iba mit einer gut getimten Flanke. Aber anstatt den Ball in die Maschen zu kicken, rutschte Iba die erste hundertprozentige Torchance über den Schlappen. Ärgerlich.

Der Druck des Außenseiters hielt an. Sechser Max Schimanski (16.) zwang Heidrich mit einem Rechtsschuss von der Strafraumgrenze zu einer Glanzparade.

Auf der Gegenseite verpufften viele Angriffe des Kreisoberligisten. Zu Fehlpässen gesellten sich Stockfehler. Ein Spielrhythmus war aufgrund der langen Pause noch nicht zu erkennen.

Die Qualität der Mannschaft von Trainer Thomas Wehr blitzte aber noch vor der Pause auf: Thilo Beck verarbeitete einen langen Ball mit seiner ganzen Klasse und setzte seinen Abschluss gegen den Pfosten. Trotzdem konnte der erfahrene Stürmer zum ersten Mal jubeln. Der mitgelaufene Nico Buchholz war zur Stelle und musste den Abpraller gegen den am Boden liegenden Torhüter Lukas Gesang nur noch einschieben – 0:1 in Spielminute 37.

Wer nun dachte, dass der SCN das Heft des Handelns übernahm, der sah sich getäuscht. Einen Weitschuss von Iba (44.) boxte Heidrich über den Querbalken. Auch in den zweiten 45 Minuten kreierte der seit zwei Jahren in Ligaspielen ungeschlagene A-Ligist eine Fülle von Torchancen. Mit dem einzigen Manko, dass der letzte Pass zumeist zu weit, zu hart oder zu ungenau war.

Auf der Gegenseite zeigten Bick, Buchholz und Co. ihr Leistungsvermögen. Nachdem Bick (52.) per Kopfball das 0:2 markierte und Tim Schindewolf (72.) einen Ball in die Spitze im Gehäuse unterbrachte, war der Bann gebrochen. Felix Kalus (80.) mutterseelenallein im Strafraum per Kopf, Schindewolf (84.) nach Eckball von Buchholz und Schindewolf (90.) mit einem direkten Freistoß aus dem Halbfeld machten das halbe Dutzend voll.

Einzig das hämische Gelächter von der SCN-Bank über den Fehler des SG Pfaffenbachtal/Schemmergrund-Schlussmannes Gesang nach dem 0:6 passte nicht in das so gute Bild der zweiten Hälfte. (Marvin Heinz)

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