Interview: Mengshausens Schützin Elena Rohn über das Bundesliga-Finale in Rotenburg

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Elena Rohn: Die 26-Jährige einmal  am Schießstand.  

Mengshausen. Heute geht es los: Die Schützengilde Mengshausen steht im Bundesligafinale Luftgewehr in der Rotenburger Göbel Hotels Arena.

Um 14.15 Uhr beginnt das Viertelfinale gegen Prittlbach. Wir haben in den Tagen vor dem Finale mit Teammitglied Elena Rohn gesprochen.

Frau Rohn, eine unvermeidliche Frage zuerst: Wie ist die Stimmung in der Mannschaft kurz vor dem Finale?

Rohn: Die Stimmung ist natürlich super! Wir freuen uns, dass wir als Ausrichter im Finale endlich dabei sind, das ist der Wahnsinn. Wir sind aufgeregt - aber wir wollen eine starke Leistung bringen!

Wie ordnen Sie denn diesen Wettkampf ein? Ist das ein Karriere-Höhepunkt?

Rohn: Für mich definitiv. Wir sind bei den Besten der Bundesliga dabei! Ich hatte zwar auch schon internationale Erfolge, aber das liegt schon etwas zurück. Das war zu meinen Juniorenzeiten. Dass wir uns hier zeigen können, ist der Hammer, da gibt es nichts Vergleichbares!

Wie haben Sie sich in den letzten Tagen vorbereitet?

Rohn: Auf jeden Fall mehr mental als mit Training. Ich stelle mir den Wettkampf vor, ich freue mich auf die Fans und darauf, mit dem Team in der Halle zu stehen. Ich bin super drauf, wir alle sind in dieser Saison leistungsmäßig nach oben geschossen. Und Erfolge sind ja auch eine tolle Vorbereitung.

Der erste Gegner kommt aus Bayern und heißt Germania Prittlbach. Was wissen Sie über das Team?

Rohn (lacht): Die kennen wir! Durch unsere Zeit im Kader wissen wir, wer da schießt. Man begegnet sich immer wieder. Prittlbach ist kein einfacher Gegner - aber wir für sie auch nicht.

Unser Schießsport-Experte Herbert Vöckel hat geschrieben: Da entscheidet die Tagesform. Was heißt das genau?

Rohn: Bei mir bedeutet das: Wie geht es mir generell? Fühle ich mich wohl in der Wettkampfumgebung, gefällt mir ein Schießstand? Wie man eine Zehn schießt, wissen wir doch alle. Aber ich muss das vom Kopf her hinkriegen. Ich sage: Schießen ist zu 90 Prozent Kopfsache.

Wie wichtig ist das Publikum?

Rohn: Sehr wichtig! Unsere Fans sind großartig. Bei Hessischen Meisterschaften zum Beispiel ist es mucksmäuschenstill in der Halle. Hier ist es laut, die Fans haben Rasseln und Trommeln. Das kennt man sonst nicht beim Schießen. Mir gibt das Kraft.

Mal vorausgeschaut: Was passiert denn wirklich, wenn es ganz, ganz weit nach oben geht?

Rohn: Dann flippen wir aus und sind nicht mehr zu halten! Ich glaube, ich müsste dann heulen vor Freude. Die Unterstützung durch den Verein in Mengshausen, wie sich alle um uns kümmern - das gibt es sonst nicht. Das ist der Hammer!

Von Rainer Henkel

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