Erfolgreiche Sportschützin des SV Ernsthausen

Johanna Tripp: Von der Deutschen geht's weiter zur Weltmeisterschaft

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Im Luftgewehr-Mixed-Wettkampf am Start: Tom Barbe (links) und Johanna Tripp belegten bei der DM in München den vierten Rang.

München. In Gedanken ist sie schon bei der Weltmeisterschaft in Changwon. Am Montag fliegt Johanna Tripp nach Südkorea.

Dort haben die weltbesten Sportschützen bei den Weltmeisterschaften ihren Saisonhöhepunkt

„Nach der erfolgreichen WM-Qualifikation habe ich die deutsche Meisterschaft in München ehrlich gesagt nur zum Wiedersehen mitgenommen“, verrät die Juniorin vom SV Ernsthausen.

Sie hatte bei ihren drei Starts in München immerhin Platz drei und damit Bronze im KK 3 x 20 Schuss geschafft, ehe sie zusammen mit Tom Barbe, dem „Vielstarter“ aus Goddelsheim, am Montag noch im Luftgewehr-Mixed-Team auf Stand 33 und 34 zur Qualifikation antrat.

Mit guten Chancen. Beim ISAS, dem Internationalen Saisonauftakt der Sportschützen im März, hatten sie erstmals gemeinsam diesen Wettkampf bestritten und auf Anhieb Platz drei sogar gegen internationale Konkurrenz geschafft.

Auch in München war die Qualifikation keine Hürde. 829,5 Ringe bedeuteten zunächst Platz zwei. Je zwei Mannschaften pro Landesverband waren zugelassen. Die Juniorin und der Junior absolvierten im Vorkampf je 40 Schuss. Gewertet wurden Zehntel, die beiden Ergebnisse anschließend addiert.

Im Finale der besten fünf Teams reichte es dann für das Duo aus Waldeck-Frankenberg, als Hessen I gestartet, am Ende aber „nur“ zu Platz vier – hinter Bayern I, dem Rheinland und ausgerechnet Hessen II. „Das Finale war unser Ziel. Wir sind zufrieden, auch wenn wir das Treppchen verfehlt haben“, waren sich Tripp und Barbe einig. Der neue Wettbewerb aber macht Spaß und wird auch bei der WM von den „Großen“ ausgeschossen, wird in Tokio sogar auch schon olympisch sein.

Auf der Olympia-Schießanlage von 1972 in Garching-Hochbrück vor den Toren Münchens reichte es für Tom Barbe zuvor nach zwei Goldmedaillen in den Mannschaftswettbewerben mit seinen hessischen Teamkameraden Luc Dingerdissen, der wie Tripp zur WM fliegt, und Marcel Weber mit 618,7 Ringen mit dem Luftgewehr bei den Junioren II zu Platz vier, das Podest also wurde nur knapp verfehlt.

Auch bei seinen bisherigen weiteren Starts war Barbe das Glück nicht unbedingt hold. „Einmal ist mir der Schaft gerissen.“ Nach dem Team trat Johanna Tripp die Heimreise an, Barbe hat noch zwei Wettkämpfe auf dem Programm.

Die DM der Sportschützen sieht in den olympischen und nichtolympischen Disziplinen 6200 Teilnehmer mit rund 9600 Starts in Aktion. (rn)

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