Schützenkreis Frankenberg übt heftige Kritik an der Strukturreform

Hatte keinen leichten Stand: Wolfram Herath (Baunatal), Vizepräsident des HSV. Foto:  zhm

Geismar. Auf heftige Kritik stieß die vom Hessischen Schützenverband (HSV) geplante Strukturreform, bei der Kreise und Gaue durch Bezirke ersetzt werden sollen, beim Kreisschützentag am vergangenen Freitag: Vor allem der straffe Zeitplan zur schnellen Umsetzung wurde moniert.

Eine Entscheidung über die Strukturreform lehnten die rund 60 Schützenbrüder und -schwestern aufgrund fehlender oder zu kurzfristiger Informationen ab. Nun soll am 20. November in Birkenbringhausen eine weitere Arbeitssitzung stattfinden: Dort soll, so der kommissarische Kreisschützenmeister Martin Althaus, eine Entscheidung getroffen werden, die Veränderungen im Sinne der hiesigen Vereine zu gestalten.

In Geismar hatte Wolfram Herath, Vizepräsident der Hesischen Schützen aus Baunatal, für die Reform geworben. Der Zeitplan sieht vor, dass bis Juli 2017 die neuen Bezirke verwirklicht sein sollen. Schon zu Beginn seiner Ausführungen hatte Herath wohl geahnt, dass die Strukturrefform auch im Kreis Frankenberg mit seinen 2979 Mitgliedern und 28 Vereinen ordentlich Widerspruch versprach: „Das ist ein Thema, bei dem man sich nur die Finger verbrennen kann“, sagte Herath.

Laut Strukturplan soll es in ganz Hessen einmal 20 Bezirke geben. „Jeder kann sich so organisieren, wie er das für richtig hält“, betonte Herath und warnte: „So lange zu warten, bis die Vereine richtig krank sind, das macht keinen Sinn.“ Geht es nach den Plänen des Verbands, könnten die jetzigen Kreise Eisenberg (Korbach), Bad Arolsen und Bad Wildungen zusammen mit Frankenberg den neuen Bezirk bilden. Dazu zählten dann insgesamt 6554 Mitglieder in 82 Vereinen.

Von Hans Dreier

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