Schützengilde weiter punktlos

Luftgewehr-Bundesliga: Mengshausen kassiert 2:3-Niederlagen

Unterlag der amtierenden Hessenmeisterin: Mengshausens Michelle Horst. Foto: nh

Osterode. Das ist bitter für die Schützengilde Mengshausen: Der Rückkehrer in die Luftgewehr-Bundesliga ins bundesdeutsche Oberhaus hat das Bundesligafinale erneut verpasst.

Zwei Niederlagen in Osterode im Harz besiegelten das endgültige Aus.

Der Aufsteiger an diesem dritten Wettkampf-Wochenende unterlag in zwei hauchdünnen Entscheidungen dem SV Nordstemmen und dem TuS Hilgert mit jeweils 2:3. In der Tabelle verbesserte sich Mengshausen zwar auf den vorletzten Tabellenplatz, doch das Saisonziel mit der Vorgabe vierter Rang für die Finalteilnahme wurde nach fünf Niederlagen in Serie deutlich verpasst. Wie in den beiden vergangenen Jahren hat Mengshausen nun wieder die Chance, ein guter Gastgeber beim Saisonabschluss um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft am 7. und 8. Februar in der Göbel Hotels Arena in Rotenburg zu sein.

Die erste Hiobsbotschaft traf am Freitagabend ein. Kenneth Paar, der Nazar Louginets auf der Nummer eins im Mengshäuser Team ersetzen sollte, konnte nicht anreisen - er steckte im Chaos am Londoner Flughafen fest. Patrick Seyfarth fehlte ebenfalls. Der Presseoffizier bei der Bundeswehr musste an einem Seminar teilnehmen. Auch Manuela Schmermund war nicht dabei. Sie blieb leicht angeschlagen zu Hause im Bett.

Somit rückte Tobias Göbel auf die Nummer eins, eine Position, die er bislang noch nicht innehatte. Doch der Student rechtfertigte seinen Einsatz mit einer Glanzleistung im ersten Wettkampf. Gegen Nordstemmens Hendrik Borchers erzielte Tobias Göbel 19 Zehner und nur eine Neun in den ersten beiden Sätzen. Das Endergebnis: 393:388 Ringe und der erste Punkt für Mengshausen. Im zweiten Wettkampf am Sonntagmorgen gegen Hilgert musste Tobias Göbel seinen Wettkampf gegen die amtierende Luftgewehr-Weltmeisterin Petra Zublasing antreten. Das war ein schwieriges Unterfangen, zumal der Student nicht gut in den Wettkampf kam: nur 95 Ringe gegenüber 100. Dann lief es besser. Trotzdem musste Göbel das Match mit 390:398 Ringen abgeben.

Seine ersten Siege für Mengshausen errang Henri Junghänel. Er setzte sich gegen den für Nordstemmen startenden Israeli Leor Ovadia Madlol mit 393:390 und gegen Julia Palm (Hilgert) mit 390:386 Ringen durch. Eine der besten Leistungen im Team Mengshausen erzielte Jaqueline Orth mit zweimal 392 Ringen. Im ersten Wettkampf gegen Nordstemmen reichte das nicht zum Sieg. Die zweifache Junioren-Europameisterin unterlag Nadine Gudert mit einem Zähler Abstand, setzte sich im zweiten Match aber mit vier Ringen Vorsprung gegen Tatjana Poseiner durch.  

Glücklos agierte Elena Rohn. Sie verlor den ersten Wettkampf gegen Katharina Hottenrott (Nordstemmen) mit 386:387 und den zweiten gegen Erich Schmul (Hilgert) mit 389:396 Ringen.

Ebenso erging es Michelle Horst - nur im umgekehrter Reihenfolge. Sie verlor das ersten Match gegen David Kroll (Nordstemmen) mit 387:395 und gegen die amtierende Hessenmeisterin Manuela Felix (Hilgert) mit 390:391 Ringen. Der Kommentar von Manuela Schmermund zu den hauchdünnen Entscheidungen im Internet vom Bett aus: „Ohne Worte!“

Von Herbert Vöckel

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