Luftpistolen: Aufsteiger SV Hegelsberg-Vellmar startet in die Bundesliga-Saison

Das Warten hat ein Ende

Aufstiegseuphorie: Die Lufpistolen-Schützen des SV Hegelsberg Vellmar mit (vorn von links) Kim Richter und Svenja Berge sowie (hinten von links) Benjamin Körner, Lev Berner, Stefan Ziehn, Thomas Hucke, dem kürzlich verstorbvenen Trainer Lothar Glebe, Werner Landau und Christian Hollstein. Archivfoto:  Fischer

vellmar. Mehr als acht Monate mussten sie nach dem Aufstieg warten, nun ist es endlich ist es so weit: Mit den beiden ersten Wettkämpfen starten die Luftpistolen-Schützen des SV Hegelsberg-Vellmar im schleswig-holsteinischen Schleswig in die Bundesligasaison.

Der neue Trainer

Der Tod von Meistertrainer Lothar Glebe hatte die Hegelsberger vor wenigen Wochen hart getroffen. Inzwischen wurde mit Christain Hollstein ein neuer Coach gefunden. „Ich habe eine ganz schwere Nachfolge angetreten und will die Aufgabe in Lothar Glebes Sinn fortführen. Wir werden das zusammen schon hinbekommen“, sagt der Neue. Seit zehn Jahren arbeitet er bereits als Trainer und gehörte der Aufsteiger-Mannschaft an. „Klar hätte ich selbst gern aktiv mitgeschossen, aber das Team braucht einen Trainer“, sagt Hollstein und ließ sich in die Pflicht nehmen. Am Wochenende fehlt er aber wegen eines Termins. Werner Landau wird Hollstein in Schleswig vertreten und dabei von den nicht im Einsatz befindlichen Schützen unterstützt.

Die Perspektive

Die Hegelsberger glauben an eine realistische Chance auf den Klassenerhalt. „Die Liga wurde von acht auf zwölf Mannschaften aufgestockt. Auch die schlechteren der letzten Serie sind dabei und nur zwei steigen ab“, sagt Pressewart Peter Guder. Ähnlich hoffnungsvoll ist Trainer Christian Hollstein: „Viele andere Klubs verfügen über Olympiasieger und Weltmeister. Wir stellen ein gewachsenes Team aus der Region dagegen.“ Einziger neuer Name im acht Aktive umfassenden Aufgebot ist Nils Pilger. Das hoffnungsvolle Talent kam vom BSK Liebenau/Haueda aus dem Schützenkreis Hofgeismar. Die ersten Gegner

Am Samstag trifft Hegelsberg-Vellmar auf die Braunschweiger SG, im Vorjahr Dritter der Deutschen Meisterschaft. In ihren Reihen stehen mit Europameister Oleg Omelchuk (Ukraine) und den deutschen Nationalschützen Patrick Meyer und Pierre Michel starke Schützen. Auch am Sonntag gegen den SV Sülfeld scheinen die Aussichten ungünstig. Zwar landete der Gegner zuletzt im Tabellenkeller, verstärkte sich aber enorm.

Abenteuer Bundesliga

Die finanzielle Belastung für den Verein ist hoch. Einen Wettkampf bestreitet er zu Hause (21. November), ansonsten stehen weite Reisen, manchmal mit Übernachtung, an. Sponsoren wurden noch nicht in ausreichender Zahl gefunden. Archivfoto: nh

Von Wolfgang Bauscher

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