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Schlaflos in Belgien – und Bosserode

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Sascha Herrmann, Ressortleiter Sport
Sascha Herrmann, Ressortleiter Sport © Nadine Maaz

Wer hätte das vor einiger Zeit gedacht? Fußballtrainer Markus Pflanz aus dem Burghauner Ortsteil Langenschwarz steht heute in der Partie bei Cercle Brügge vor seinem dritten Einsatz als Cheftrainer des KV Oostende in der ersten belgischen Liga.

Hersfeld-Rotenburg - Hinter dem 46-jährigen A-Lizenz-Inhaber, der unter anderem die SG Aulatal und Eiterfeld/Leimbach coachte, liegt eine verrückte Woche. Innerhalb von 24 Stunden wurde Pflanz in Oostende vom Co-Trainer zum Cheftrainer befördert, weil es Alexander Blessin nach Genua zog.

Trainingsvorbereitung, alleinverantwortliches Coaching beim Spiel, Pressekonferenzen – es ist einiges, das da in den letzten Tagen auf Kaiserslautern-Fan Pflanz eingeprasselt ist. 1:2 gegen Antwerpen, 1:1 gegen Gent – gelingt heute gegen Brügge vielleicht der erste Sieg als Cheftrainer? Pflanz genießt jedenfalls seine neue Popularität und sagte kürzlich in einem Interview: „Mir gefällt es hier gut. Ich würde gern bleiben.“ Wohlwissend, dass er nicht die notwendige Pro-Lizenz besitzt, um einen Profiklub trainieren zu können, und Oostende einen neuen Cheftrainer sucht.

Ohne Fans geht an diesem Wochenende das Weltcup-Skispringen in Willingen über den Bakken. Was war das doch immer für ein Spektakel? Willingen ohne Fans ist in etwa so wie Hersfeld ohne Lolls. Naja, so ähnlich jedenfalls. Erstmals werden an der Mühlenkopfschanze, der größten Großschanze der Welt übrigens, auch Wettbewerbe der Frauen ausgetragen. Einer, der bis ins vergangene Jahr mit 152 Metern den Schanzenrekord hielt, hat längst seine erfolgreiche Karriere beendet: Janne Ahonen. Das aber hielt die 43-jährige Skisprung-Legende kürzlich nicht davon ab, spaßeshalber an den Finnischen Meisterschaften teilzunehmen. „Hoffentlich gewinne ich nicht“, hatte er vorher gescherzt. Ahonen wurde Dritter.

Vielleicht haben Sie es mitbekommen? Der Hessische Handball-Verband hat die Saison der Amateure verlängert. Vorrundenspiele können nun bis zum 2. April ausgetragen werden. Die Playoffs sollen am 22./23. April beginnen und bis zum 11. Juni abgeschlossen sein. Das Vorgehen der Funktionäre ist als Reaktion darauf zu deuten, dass die Pandemie auch den Handball im Klammergriff hat. Warum die Saison noch nicht unterbrochen ist, obwohl es Woche für Woche mehr corona-bedingte Spielausfälle gibt, kann und will ich nicht verstehen.

Tragisch! Ein Bundesligakegler aus Münstermaifeld ist kürzlich beim Wettkampf gegen Bosserode zusammengebrochen und anschließend verstorben. Für die Wildecker geht es heute gegen Herford wieder auf die Bahnen. Und es dürfte ihnen schwerfallen, sich dabei auf ihren Sport zu konzentrieren.

Bleiben Sie gesund!

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