Hans-Adolf Schade war Vertragsfußballer beim KSV Hessen und beim KSV Baunatal

Der schnelle Addi wird 70

Löwen-Duell in München: Addi Schade (Zweiter von links) am 22. April 1972 allein auf weiter Flur gegen drei Spieler des TSV 1860 um Horst Blankenburg (links). Im Hintergrund Holger Brück (links) und Herbert Maciossek. Archivfoto:  werek/nh

KASSEL. Sein Teamchef hieß Erich Ribbeck, einer seiner Mitspieler Dr. Reinhard Rauball. Tatsächlich trainierte Hans-Adolf Schade, der heute seinen 70. Geburtstag feiert, Mitte der Achtzigerjahre unter dem ehemaligen Coach der Fußball-Nationalmannschaft. Und einer seiner damaligen Kameraden auf dem Rasen war Rauball, heute Borussia Dortmunds Vereins-Boss und deutscher Liga-Präsident.

Addi Schade - ein Nationalspieler? Der frühere Vertragsfußballer des KSV Hessen, des KSV Baunatal und aktive Rechtsanwalt in Kassel, klärt auf: „Ich gehörte damals zur deutschen Mannschaft der Juristen, deren Betreuung Erich Ribbeck übernahm und deren Organisator Reinhard Rauball war. Wir haben zum Beispiel einmal an der Europameisterschaft der Juristen in Frankreich teilgenommen, bei der wir Dritter wurden. Außerdem waren wir zu Gast bei Turnieren in Algerien und Tunesien“, blickt Hans-Adolf Schade, den alle nur Addi nennen, stolz auf den letzten Abschnitt seiner Fußball-Karriere zurück. Während seiner sportlichen Laufbahn, in der er vor allem als wieselflinker Rechtsaußen (100 m in 11,4 Sekunden) und später als kompromissloser Abwehrspieler glänzte, stand er auch achtmal in der deutschen Studenten-Auswahl.

Heute gibt Schade, der an der Kölner Sporthochschule beim ehemaligen DFB-Trainer Holger Osieck die Fußballlehrer-Prüfung zusammen mit seinem Zimmergenossen und dem späteren Bundesliga-Trainer Dragoslaw Stepanovic (Frankfurt) erfolgreich absolvierte, sein Wissen an den Nachwuchs weiter. In seinem Wohnort Vellmar trainiert er die C-Jugend des OSC, die kürzlich den Klassenerhalt in der Hessenliga schaffte.

In seiner Freizeit widmet sich der leidenschaftliche Doppelkopf-Spieler auch seinen beiden Irischen Wolfshunden. Mit seiner Frau Lieselotte, die er 1965 kennengelernt und 1977 geheiratet hat, verreist er am liebsten auf die Kanarischen Inseln oder an die Ostsee.

Das Ende seiner juristischen Laufbahn rückt näher. „Voraussichtlich ist Ende 2014 Schluss“, sagt Schade, der seinen Geburtstag heute in seinem Vellmarer Eigenheim „mit Familie und guten Freunden“ feiern wird.

Von Günter Grabs

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