Läuferinnen holen sechs Medaillen bei Leichtathletik-DM U 23

Strahlefrau: Frederike Hogrebe zeigt stolz ihre Medaille her. Foto:  Görlitz

Kandel. Drei Titel, zwei Silbermedaillen und eine bronzene Plakette waren die hervorragende Ausbeute der nordhessischen Leichtathleten bei den Deutschen Meisterschaft U 23 in Kandel.

Die bei der LG Diemelsee ausgebildete Padbergerin Frederike Hogrebe feierte als Deutsche Meisterin im 400-Meter-Hürdenlauf ihren größten Erfolg und führte auch die 4x400-Meter-Staffel der Deutschen Sporthochschule Köln zum Titel.

2011 noch mit 59,41 Sekunden in den Bestenlisten verzeichnet, hat Hogrebe in diesem Jahr eine bemerkenswerte Leistungsentwicklung hinter sich. Bereits bei der Hochschul-DM in Kassel überzeugte sie als Zweite und ließ Bronze bei den Deutschen Meisterschaften folgen. Die Krönung gelang ihr jetzt bei den U-23-Titelkämpfen.

„Wind war schwierig“

Nachdem sie im Rennverlauf an den Hürden mehrfach „trippeln“ musste, kam Hogrebe nur als Dritte auf die Zielgerade. Dann aber drehte sie auf, zog an Inga Maria Müller (Hannover) und Anja Bork (Gomaringen) vorbei und siegt in 57,92 Sekunden mit einer halben Sekunde Vorsprung.

„Der Wind war schwierig“, erklärte Hogrebe ihre Rhythmusprobleme im Internetportal leichtathletik.de „Ich war Favoritin und sehr aufgeregt. Dennoch konnte ich einer gelungenen Saison zum Abschluss noch die Krone aufsetzen.“

Zu keinem Zeitpunkt gefährdet war der Start-Ziel-Sieg der Kölner 4x400-Meter-Staffel. Mit Jahresbestzeit angereist, steigerte sich das Quartett noch einmal um 1,5 Sekunden und holte in 3:40,94 Minuten den Titel.

Sieben Sekunden schneller als in dieser Saison zuvor war das Quartett des TSV Bayer Leverkusen, verstärkt durch Julia Schaefers (Kassel) und Lena Menzel (Grebenstein), und gewann in 3:42,88 Minuten die Silbermedaille.

Schaefers und Menzel schafften auch den Sprung ins Einzelfinale über 400 Meter. Nach zähem Saisonbeginn trumpfte Schaefers im Bienwaldstadion in Bestform auf. Als Dritte blieb sie in 54,97 Sekunden erstmals in diesem Jahr unter 55 Sekunden. Menzel war als Fünfte mit 55,86 Sekunden nicht zufrieden.

Mit Pamela Dutkiewicz (Baunatal, TV Wattenscheid) war die technisch beste Läuferin im 100-Meter-Hürdenfinale am Ende auch die Schnellste. Ohne eine der zehn 84 Zentimeter hohen Hürden zu touchieren, stürmte sie in 13,68 Sekunden vier Zehntel vor der chancenlosen Konkurrenz ins Ziel.

Hinter der enteilten EM-Teilnehmerin Maren Kock (Regensburg, 16:26,10 min) entschied Laura Hottenrott-Freitag (LG Baunatal/Fuldabrück) im 5000-Meter-Lauf den Kampf um Silber mit einem entschlossenen Antritt nach drei Kilometern für sich. Schnell setzte sie sich vom Rest des Feldes ab und lief in 17:06,68 Minuten noch sieben Sekunden Vorsprung auf die drittplatzierte Elena Burkhard (Nordschwarzwald) heraus. (zah) Archivfotos:  zct/nh

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