Basketball: Ex-Bundesligaspieler nun für Münden am Ball / Erster Heimsieg perfekt

Schröder trifft für den PSV

Konzentriert beim Wurf: Michael Schröder spielte unter anderem schon für Bamberg, Ulm und Göttingen. Fotos: Schröder

Hann. Münden. Nach der Auftaktneiderlage in Weende sind die Basketballer von Bezirksoberliga-Aufsteiger PSV Münden jetzt auch in der neuen Spielklasse angekommen. Bei der Heimspielpremiere bezwang das Team von Coach Jamal Clutchett den TSV Edemissen mit 82:73 (33:33).

Vor wenigen Wochen hatte Clutchett noch verlauten lassen, dass man mit demselben Kader in die Saison gehen werde wie in der Bezirksliga. Nachdem er im ersten Spiel mit Steffen Ohlenmacher und Ferit Salovic bereits zwei starke Neuzugänge aus dem Hut gezaubert hatte (wir berichteten), trauten einige der rund 50 Fans am Samstag ihren eigenen Augen nicht: Mit Michael Schröder lief ein Spieler im PSV-Dress auf, der bis 2009 noch in der Bundesliga (unter anderem bei der BG Göttingen, in Bamberg, Ulm und Bayreuth) auf Korbjagd gegangen war und der in der seither in der Regionalliga gespielt hat. „Das ist für uns natürlich eine Riesenehre und zeigt, dass wir hier gute Arbeit machen“, meinte Jamal Clutchett. Dass der 30-jährige 2,08-Hühne sich dem PSV angeschlossen habe, sei Ferit Salovic zu verdanken. „Die beiden sind befreundet und Michael hat einfach mal bei uns beim Training vorbeigeschaut“, so der Coach. Die Tatsache, dass Schröder nur bei Heimspielen (und auch da nicht immer) dabei sein wird, schmälert Clutchetts Freude kaum. „So einen Ausnahmespieler im Kader zu haben ist auf jeden Fall Gold wert“, sagt er.

Und das sollte sich schon gegen Edemissen zeigen. Als Michael Schröder in der Anfangsphase noch auf der Bank saß, hatten die Gastgeber so ihre Probleme mit den wieselflinken Gästen. Zu viele leichte Ballverluste und daraus resultierende Turnovers ließen die Mündener schnell in Rückstand geraten (10:15/8.). Mit der Einwechslung Schröders jedoch verschoben sich die Machtverhältnisse auf dem Platz. Unter den Körben kaum zu stoppen, zog der Ex-Profi die Aufmerksamkeit auf sich und schaffte so auch Räume für seine Mitspieler.

Nachdem der PSV mit der Halbzeitsirene bereits zum 33:33 ausgeglichen hatte, legten sich im dritten Viertel einen drauf und zogen auf 61:53 davor. Und auch wenn die Gäste im Schluss-Abschnitt noch einmal alles versuchten, brachten die Mündener den Vorsprung über die Zeit.

„Für meine Begriffe haben wir uns heute zu schwer getan“, war Jamal Clutchett trotz des Erfolges nicht hundertprozentig zufrieden. „Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, weil ich von meinen Spielern derzeit ungewohnte Dinge verlange und weil sich die neuen Spieler natürlich noch ins Mannschaftsgefüge eingebaut werden müssen“, sagt er. Hinzu komme, dass man sich erst auf das Tempo in der Bezirksoberliga einstellen und die eigene Nervosität ablegen müsse. „Dieser erste Sieg zeigt aber, dass wir auch in dieser Spielklasse mithalten können“, freute sich der Trainer dann doch.

PSV-Punkte: Schröder 13, Münch 15, Alikovic 6, Ohlenmacher 10, Salovic 16, Gashi 13, Smakic 2, Herz 7. (per)

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