Sebastian Schuch kehrt nach 12 Jahren zur SG Aulatal zurück

Fußball: „Schuchi“ kommt nach Hause

Sebastian Schuch (links) und Trainer Horst Brandner sind neu bei der SG Aulatal.
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Sebastian Schuch (links) und Trainer Horst Brandner sind neu bei der SG Aulatal.

Oberaula - Zwölf Jahre hat Sebastian Schuch für Schwalmstadt, SVA Bad Hersfeld und den Hünfelder SV in der Verbands- und Hessenliga höherklassig Erfahrungen gesammelt. Jetzt ist er zurück beim Fußball-Gruppenligisten SG Aulatal.

Sebastian, was sind die Gründe für die Rückkehr zu Ihrem Heimatverein?

Das sind sowohl berufliche, als auch familiäre Gründe. Ich möchte den Aufwand etwas herunterschrauben und nicht mehr viermal pro Woche nach Hünfeld fahren. Stattdessen kann ich demnächst mal mit dem Fahrrad zum Sportplatz in Oberaula fahren, wenn ich mag.

Mit welchen Gefühlen kehren Sie zurück?

Es ist so ein bisschen, als wenn man nach einer langen Reise nach Hause kommt. Ich war jetzt zwölf Jahre bei anderen Vereinen. Die SG Aulatal ist als Gruppenligist sportlich zurzeit für mich die beste Adresse im Kreis.

Was bedeutet es für Sie, dass Ihr jüngerer Bruder Max auch zum Team gehört?

Das ist natürlich eine schöne Sache. Wir haben ja auch schon in Asbach zusammengespielt, als Max aus der Jugend kam.

Haben Sie in der Vergangenheit Kontakt nach Oberaula gehabt?

Natürlich. Der Kontakt ist nie abgerissen. Zu Paul Kozik und Johannes Schreiber hatte ich regelmäßig Kontakt. Und die Gruppenliga Fulda und speziell die SG Aulatal habe ich immer verfolgt.

Wie sehen Sie die SG Aulatal aufgestellt?

Ich denke, wir haben eine ganz gute Mannschaft mit einigen höherklassig erfahrenen Spielern wie Nils Fischer, Steffen Schneider, Johannes Schreiber, meinem Bruder und mir. Für Aulatal geht es aber immer erst einmal darum, die Gruppenliga zu halten. Wenn uns das auf Sicht gelingt, ist das in Ordnung.

In welcher Rolle sehen Sie sich selbst?

Ich möchte schon gern eine zentrale Rolle einnehmen, in der ich der Mannschaft sowohl defensiv, als auch offensiv helfen kann. Und das ist sicher nicht hinten rechts irgendwo.

Sie haben zuletzt zwölf Jahre höherklassig gespielt. Die Erwartungen an Sie dürften dementsprechend hoch sein ...

Das ist mir schon klar. Ich bringe viel Erfahrung mit und bin als Leistungsträger eingeplant. Der Leistungsdruck ist in der Gruppenliga zwar nicht so groß wie in der Hessenliga. Aber man darf auch nicht vergessen, dass mir ein Jahr Wettkampf-Praxis fehlt.

Man kann davon ausgehen, dass Sebastian Schuch nicht für ein warmes Essen pro Partie spielt?

Nee, nee, ich spiele bei Aulatal nicht für Geld. Bei uns wird nichts gezahlt.

Aber Sie spielen doch sicher auch nicht für eine Bratwurst?

Für eine Bratwurst und gute Laune (lacht). Nächste Frage?

Wenn´s sein muss. Kennen Sie eigentlich den neuen Trainer Horst Brandner?

Ich kannte ihn vorher nicht. Aber wir haben schon einige gute Gespräche geführt. Er legt als ehemaliger Berufssoldat viel Wert auf Disziplin. Und er hat die A-Lizenz. Ich denke, das sind gute Grundlagen.

Wie haben Sie eigentlich das vergangene Jahr während der Pandemie erlebt?

Beruflich war das natürlich eine absolute Umstellung. Ich bin im Vertrieb tätig und habe im Januar 2020 das letzte Mal im Flieger ins Ausland gesessen. Ich habe zuletzt auch viel im Homeoffice gearbeitet. Dank der neuen technischen Möglichkeiten wie Videokonferenzen über Teams und so weiter hat das aber gut funktioniert. So kann man auch Kontakt zu Kunden in aller Welt halten. Man hat somit auch Perspektiven für die Zukunft gewonnen.

Und sportlich?

Naja, das war schon eine ungewohnte Situation, wenn du sonst viermal oder in der Vorbereitung sogar sechsmal pro Woche trainierst. Ich habe die Zeit aber ganz gut rumbekommen und Dinge gemacht, für die sonst neben dem Training kaum Zeit bleibt. Radfahren, Squash und Tennisspielen beispielsweise. Und Joggen gehört als Fußballer ja ohnehin zum Programm.

Was denken Sie, wann die neue Saison beginnen kann?

Ich bin kein Freund von Prognosen, die dann immer wieder verworfen werden. Wenn es mit dem Impfen schnell vorangeht, könnte ich mir vorstellen, dass die Saison vielleicht Ende August beginnen kann. Es wäre ja erst mal schön, wenn wir so schnell wie möglich in Kleingruppen auf den Platz könnten.

In drei Wochen beginnt die Fußball-EM. Halten Sie es für richtig, dass Mats Hummels und Thomas Müller wieder zum Kader gehören?

Absolut. Beide haben eine starke Saison gespielt und gehören zweifellos mit ihrer Erfahrung und Klasse in die Nationalmannschaft.

Und was trauen Sie Deutschland zu?

Mit Frankreich und Portugal hat man natürlich schwere Brocken in der Gruppe. Aber das Viertelfinale ist auf jeden Fall drin, wenn sie ihre PS auf den Platz bekommen. Wichtig wird sein, dass die Abwehr stabil steht. Das war für mich zuletzt die Schwachstelle.

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