Top 5 des Berliner Marathons: Kenianer Kipchoge gewinnt – Bestzeit für Berye

Schuhe verhindern Rekord

Ybekal Daniel Berye

Berlin. Die 42. Auflage des Berliner Marathons ist Geschichte. Hier sind unsere Top 5 des Kultlaufes:

Unkonventionell ins Ziel: Eliud Kipchoge aus Kenia siegte mit heraushängenden Innensohlen. Fotos: dpa/Schattner

1. Sieger ohne Sohlen: Den Weltrekord hatte er im Visier, aber dann folgte ein kurioses Rennen für Eliud Kipchoge: Dem Top-Favoriten aus Kenia rutschten während seines Sieglaufes die Sohlen aus den Schuhen. Mit schlabbernden Einlagen und Schmerzen an den Füßen quälte sich der Afrikaner nach 2:04:00 Stunden zum Sieg und verpasste den Weltrekord seines Landsmannes Dennis Kimetto (2:02:57) deutlich. Bei den Frauen siegte Gladys Cherono in der Weltjahresbestzeit von 2:19:25 Stunden.

2. Deutsche Top-Läufer: Die deutschen Starter zeigten ein starkes Rennen, verpassten aber leider die Olympianorm. Der von dem Baunataler Jürgen Stephan trainierte Julian Flügel (Regensburg) kam nach 2:13:57 Stunden ins Ziel und war damit 19. der Gesamtwertung. „Julian ist Bestzeit gelaufen und behält Olympia im Blick“, sagte Stephan gestern am Telefon. Flügels Vereinskamerad Philipp Pflieger wurde 16. in 2:12:50 Stunden. Bestens vorbereitet war die früher in Kassel aktive Anna Hahner ins Rennen um die Norm für die Spiele in Rio gegangen. Am Ende standen 2:30:19 zu Buche – die Norm liegt bei 2:28:30 Stunden.

3. Neue Bestzeit: Ybekal Daniel Berye vom PSV Grün-Weiß Kassel hielt sich bis Kilometer 25 in der Gruppe um Julian Flügel und kam nach 2:16:45 Stunden ins Ziel – ebenfalls Bestzeit. „Ich hatte Beschwerden im Fuß und wollte nur noch ankommen“, sagte der 27-Jährige gestern am Telefon. Berye ist jetzt Dritter der deutschen Bestenliste.

4.Mit Panne im Ziel: Alessandro Zanardi hat wieder einmal sein Ziel erreicht. Wie früher so oft als Rennfahrer auch in der Formel 1. Doch diesmal lief für den 48 Jahre alten Italiener, der im September 2001 bei einem furchtbaren Unfall in der Champ-Car-Serie beide Beine verlor, nicht alles rund. „Mir ist die Kette gerissen, aber es ist ein wunderschöner Tag heute“, meinte der Pechvogel noch während des Rennens und rollte per Handbetrieb als 72. Handbiker über die Ziellinie.

5.Dieters Kommentar: Nein, er ist nicht mitgelaufen. Olympiasieger Dieter Baumann gehörte zum ARD- Kommentatoren-Team und blieb seinem schwäbischen Dialekt treu. Wie immer kenntnisreich, aber mit einer vermeidbaren Panne: Immer wieder sprach Baumann von Julian Flüger statt Julian Flügel.

Von Martin Scholz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.