FUSSBALL-KREISOBERLIGA

Die Schwäger treffen sich in Untergeis

Führt mit acht Saisontoren die Kreisoberliga-Torjägerliste an: Leonhard Käsmann (rechts) von der SG Dittlofrod/Körnbach – hier noch im Trikot des JFV Aulatal.
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Führt mit acht Saisontoren die Kreisoberliga-Torjägerliste an: Leonhard Käsmann (rechts) von der SG Dittlofrod/Körnbach – hier noch im Trikot des JFV Aulatal.

Mit zwei Begegnungen startet die Fußball-Kreisoberliga Nord bereits am Freitagabend in den nächsten Spieltag. Bei der Partie der SG Neuenstein gegen Dittlofrod/Körnbach in Untergeis kommt es zu einem Familienduell.

Untergeis – Wer denkt, wir schreiben diesen Artikel nur, weil Thorsten Heiderich 50 Jahre und nicht wie irrtümlich berichtet 51 Jahre alt ist, liegt falsch. Denn der Trainer des noch immer ungeschlagenen Fußball-Kreisoberligisten Dittlofrod/Körnbach ist mit seiner Mannschaft am Wochenende im Doppeleinsatz.

Am Freitag ab 19 Uhr in Untergeis bei der SG Neuenstein. Am Sonntag dann im Heimspiel gegen die SG MMR aus Ludwigsau. Besonders auf die heutige Begegnung freut sich Heiderich. Seine Ehefrau Stephanie ist die Schwester von Janina Pfeiffer, der Ehefrau von Neuensteins Spielertrainer Christian Pfeiffer. Logischerweise sehen sich die beiden Schwäger auch abseits des Fußballplatzes regelmäßig. Frotzeleien habe es bislang noch nicht gegeben, bestätigen uns beide Trainer.

Heiderich ist mit dem bisherigen Saisonverlauf „sehr zufrieden“, wie er sagt. Zuletzt gab es einen hochverdienten 3:0-Erfolg an seiner alten Wirkungsstätte bei der FSG Hohenroda. Dabei tat sich Leonhard Käsmann erneut mit zwei Treffern hervor. Der 20-Jährige führt die Torjägerliste der Kreisoberliga mit acht Toren an.

„Wir haben schon Wucht im Spiel nach vorn und stehen auch defensiv gut organisiert. Es ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber es passt ganz gut“, sagt Heiderich. In Untergeis erwartet er eine harte Prüfung für seine Mannschaft. „Der Platz ist klein, es wird viele Zweikämpfe geben, und wir spielen unter Flutlicht“, weiß er.

Auch den Sonntagsgegner MMR – übrigens Heiderichs erste Trainerstation – gelte es nicht zu unterschätzen. „Sie haben sehr gute Einzelspieler, die aber nicht immer alle einsatzfähig waren“, sagt er. Die Frage, wie viele Punkte am Wochenende für sein Team wohl herausspringen würden, beantwortet Spaßvogel Heiderich auf seine Weise: „Wenn ich das wüsste, würde ich öfter Lotto spielen.“

Neuensteins Trainer Christian Pfeiffer weiß, was auf seine Mannschaft mit den Heimspielen gegen den Tabellenzweiten und den Dritten FSG Bebra (Sonntag, 15.30 Uhr) zukommt. „Die Saison ist zwar noch jung, aber für uns ist es das Wochenende der Wahrheit“, sagt er.

Vor Dittlofrod hat der 35-Jährige einigen Respekt. „Sie haben gute Einzelspieler, mit Käsmann einen überragenden Stürmer für diese Klasse und mit Heidi einen Motivator als Trainer, der eine Einheit geformt hat“, lobt er. Der torgefährliche Spielertrainer erwartet deshalb einen heißen Kampf. „In Untergeis kannst du dich nicht ausruhen. Da gibt es nur Zweikämpfe und Torraumszenen“, sagt Pfeiffer.

Sein Einsatz ist wegen einer Zerrung ebenso fraglich wie die von Dawd Hasan und Daniel Schwarz. Dennoch sagt er: „Wir sind gut drauf und haben zuletzt viermal gewonnen und einmal unentschieden gespielt. Ich rechne mir etwas aus.“ Als Vorteil sieht Pfeiffer, dass auch die Partie gegen Bebra ein Heimspiel ist. „Nach der intensiven Freitag-Partie wird uns der kleine Platz in Untergeis eher entgegenkommen, als das Stadion in Bebra.“

Andelko Urosevic ist nicht gerade begeistert, wenn er an das Geläuf in Untergeis denkt. „Wir haben Respekt vor dem Gegner. Und ein anderer Platz wäre uns natürlich lieber“, sagt der Bebraer Trainer. Aber zuletzt lief es auch im eigenen Stadion nicht optimal für den Mitfavoriten. Gegen Friedewald/Ausbach sprang nur ein 1:1-Remis heraus. „Das war eine enttäuschende Leistung“, bilanziert der Trainer. Und lobte im gleichen Atemzug Friedewald/Ausbach. „Die waren sehr viel besser als es ihr Tabellenplatz aussagt.“

Das schwache Abschneiden führt er auf das Fehlen von Leistungsträgern wie Marcel Schmidt (Mittelfußbruch), Tomislav Labudovic und Niklas Henkel zurück. Gerade Labudovic fehlt dem Coach. „Er gibt dem Team Halt. Er ist der Leitwolf, wenn er nicht da ist, strahlen wir nicht so große Torgefahr aus.“ Zumal auch Spieler wie Romeo Onetiu derzeit ihrer Form hinterherlaufen. „Das macht uns ausrechenbar.“

Der krönende Abschluss des Jubiläums soll beim Spitzenreiter Hohe Luft am Sonntag das Heimspiel gegen Schlusslicht Heinebach/Osterbach (17.30 Uhr) sein. Es ist ein ungleiches Duell. Waldemar Hafner will mit seiner Elf natürlich den Platz an der Sonne verteidigen.

Zuletzt lief es beim 5:0 gegen Weiterode prima: „In der ersten Hälfte hatten wir ihnen eine Lehrstunde erteilt. Bei uns läuft es momentan rund. Wir können ist Bestbesetzung antreten.“

Ihre Ehefrauen sind Schwestern: Christian Pfeiffer von der SG Neuenstein und Dittlofrods Thorsten Heiderich.
Thorsten Heiderich, Trainer der SG Dittlofrod

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