Handball-Bezirksoberliga: Heimisches Trio in der Bezirksoberliga verlor seine Spiele

Schwarzes Wochenende

Frei vor dem Torhüter: Korbachs Außenspieler Niko Plöhn hat sich im Tempogegenstoß durchgesetzt und erzielt gegen Martin Kwiatkowski einen seiner vier Treffer. Am Torwart der HSG lag es jedoch nicht, dass Reinhardswald verlor. Im Angriff blieben zu viele Chancen ungenutzt. Foto: zmp/nh

Hofgeismar. „Eine bittere Niederlage“, sagte der Trainer der Bezirksoberliga-Handballer von Reinhardswald Jörn Fülling nachdem seine Sieben 29:31 in Korbach unterlag. Der Satz passte auch auf die beiden anderen heimischen Teams in der Liga, Calden und Hofgeismar/Grebenstein II. Alle drei Mannschaften lieferten dem jeweiligem Gegner spannende Spiele, lagen teilweise in Führung und standen am Ende mit leeren Händen da.

Korbach - Reinhardswald 31:29 (15:13). Es entwickelte sich - wie erwartet - ein Spiel zweier ersatzgeschwächter Mannschaften auf Augenhöhe. Der TSV Korbach legte bis zum Stand von 6:6 immer vor und Reinhardswald zog gleich. In der Anfangsphase verdankten die Gäste es den Toren ihres Rückraumwerfer Marvin Simon, dass sie den Waldeckern auf den Fersen blieben. Dann nutzte der TSV eine Schwächephase der HSG in der Abwehr und zu viele Reinhardswalder Fehlpässe aus und zog auf 11:6 davon. Nach einer Auszeit durch HSG-Trainer Jörn Fülling konnte Reinhardswald bis zur Pause auf 13:15 verkürzen. Ausgeglichen ging es zunächst auch in der zweiten Halbzeit weiter. Korbach ging in Front und die HSG Reinhardswald glich aus.

„Es war deutlich mehr drin.“

Jörn Fülling Trainer Reinhardswald

Beim 17:18 und 20:21 waren es einmal die Gäste, die vorlegten, ehe Korbach jeweils postwendend der Ausgleich gelang. In der Folge war der TSV kurzzeitig wieder am Drücker und ging mit drei Toren in Führung. Doch beim 27:27 hatten die Gäste wieder den Ausgleich geschafft. Nun hatte es die HSG in der Hand, mit drei Tempogegenstößen für die mögliche Vorentscheidung zu sorgen, doch die Reinhardswalder Werfer scheiterten jedes Mal am Korbacher Torhüter.

Das war die Einladung für die Hausherren, das Ruder noch einmal zu ihren Gunsten herumreißen. HSG-Trainer Jörn Fülling sprach von einer „bitteren Niederlage in einem Spiel, in dem deutlich mehr drin war“. Er beklagte die hohe Zahl an Fehlversuchen und persönlichen Fehlern.

Tore für Reinhardswald: Marvin Simon 10, H. Albrecht 8, F. Albrecht 4, Manuel Simon 2, Schmitt 2, Hertkorn 1, Schröder 1

Wolfsanger - Calden 38:34 (19:21). Auch wenn die Jahner auf die Leistungsträger Dietzsch, Thiele, Kressmann und Volkhausen verzichten mussten, wäre die Niederlage in Wolfsanger doch vermeidbar gewesen. Dabei lag es nicht an den spielerischen Mitteln. Die Abwehr fand über die gesamte Spielzeit nicht zur gewohnten Stabilität und es wurden wieder einmal zu viele klarste Chancen leichtfertig vergeben. Bis zur 4:4 in der achten Minute hielten die Gäste gut mit, vergab bis zur 11. Minute aber zwei Siebenmeter und drei freie Möglichkeiten. Wolfsanger nutzte dies zur 8:4-Führung. Nach einer Auszeit setzte Trainer Gummich die A-Jugendlichen Descher, Leifer, Schäfer und Ledderhose ein, wobei besonders Descher das Angriffsspiel belebte.

Über 14:14 und 16:16 ging man in der 24. Minute erstmals wieder mit 17:16 in Front. Die 21:19-Führung war verdient. Nach dem Wechsel glichen die Gastgeber zum 24:24 aus. In dieser Phase überhörten die Schiedsrichter nach Schilderung von Caldener Seite einen Pfiff des Kampfgerichts zur Caldener Auszeit.

Als die Jahn-Bank protestierte, setzte es zwei Zeitstrafen und so stand man in den nächsten zwei Minuten mit nur noch vier Feldspielern auf dem Platz. Die Hausherren zogen in dieser Phase vorentscheidend auf 29:24 davon. So sehr die Jahner sich auch bemühten, kamen sie doch nie mehr näher als bis auf zwei Tore an Wolfsanger heran. Der Grund dafür war vor allem in der schwachen Abwehrleistung zu suchen.

Tore für Calden: Sommerlade 7, Hertha 8, Jakob 7, Sostmann 3, Leifer 2, Descher 6, Schindehütte 1

Hofgeismar/Grebenstein II - Fuldatal 33:36 (16:15). Man merkte der SHG II an, dass sie den Tabellennachbarn unbedingt schlagen wollte. Der begann verhalten, zeigte dann aber im weiteren Spielverlauf, dass er zu Recht ins obere Tabellendrittel gehört. Doch zunächst war es Hofgeismar/Grebenstein, das den Ton angab. Die Gastgeber setzten die Vorgaben von Trainer Thomas Melzer sehr gut um und standen gut in der 6:0-Deckung. Vor allem den Fuldataler Rückraumschützen Holzhauer hatten Ivars Geislers und Florian Fehling auf der rechten Abwehrseite im Griff. Der Lohn war die 10:5-Führung in der 15. Minute.

Mit dieser Führung im Rücken wurden die SHG-Angreifer dann jedoch leichtsinnig. Sie schenkten den Gästen sechs Bälle in Folge und mussten bis zur 23. Minute den Ausgleich zum 11:11 hinnehmen. Mit wechselnden Führungen ging es weiter, ehe Hofgeismar/Grebenstein II mit einem knappen Vorsprung zum Pausentee gehen konnte. Die Forderung von Trainer Melzer lautete, unter allen Umständen Tempogegenstöße der HSG Fuldatal zu verhindern, weil man die Gäste im Spiel „Sechs-gegen-Sechs“ bis dahin im Griff hatte. Bis zum Stand von 29:27 verteidigte die SHG II einen Zwei-Tore-Vorsprung.

Dann vergaben die Gastgeber zu viele Torchancen und gerieten mit 29:32 ins Hintertreffen. Das war dann die Vorentscheidung, denn die Hausherren sollten gegen die clever agierenden Gäste nicht mehr herankommen.

Tore für Hofgeismar/Grebenstein II: Scholz 1, Häsing 5, Gerhold 2, Bunka 7/1, Mönicke 6, Henkes 1, K. Shaw 1, Manß 2, Fehling 1, Geislers 6/2, Krüger 1 (zxo)

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