15. Edermünder Runde: Aachener gewinnt erstmals – Tschechen gut dabei – Hildmann siegt im B/C-Rennen

Schweizer krönt seine Solofahrt

Die Hände zum Himmel: Michael Schweizer ließ sich als Sieger der 15. Edermünder Runde im Ziel in Besse feiern. Foto: Kasiewicz

Edermünde. Müde war er vor dem Start gewesen. Brauchte ein halbes Rennen, um auf Touren zu kommen. Am Ende jedoch konnte sich Michael Schweizer feiern lassen. Der 29-jährige Radsportprofi vom Team NSP-Ghost aus Aachen gewann die 15. Edermünder Runde, nachdem er 14 von 50 Runden allein als Ausreißer dominiert hatte.

Der Mut zur Lücke war es, die ihm den entscheidenden Vorteil in der 37. Runde gebracht hatte: „Das Feld hatte gerade wieder eine Gruppe gestoppt und das Tempo verlangsamt. Dann habe ich mich am vorletzten Berg gelöst und meine Chance genutzt“, beschrieb Schweizer seinen Geistesblitz. Bis dahin hatte ihm eine Rundfahrt durch Polen, die er von Mittwoch bis Samstag gefahren war, arg zugesetzt. Erst gestern Morgen waren er und sein Teamkollege Sebastian Forke vom Zwischenstopp in Chemnitz zu Nordhessens einzigem Profirennen aufgebrochen.

Und das begann abwechslungsreich. Felix Hötte, ein 23-jähriger Südhesse vom RV Klein-Linden, ärgerte vier Runde lang die prominenteren Favoriten. Höllisches Tempo legte er vor, ehe ihn Rekordsieger Dirk Müller (Nutrixxion Abus) doch einholte. Der Angriffsversuch des Niederaulaers verpuffte indes schnell. Besser machte es Sebastian Forke, der ab der achten Runde den Ton angab.

Knapp zehn Kilometer lang sprintete der Hüne vornweg, ehe auch er vom Feld um Müller, Grischa Janorschke (Nutrixxion Abus) und die Routiniers Steffen Radochla sowie André Schulze (beide Euskaltel Euskadi) eingefangen wurde. Das war der Startschuss für ein Rennen auf Augenhöhe, weil nun das Feld mehr oder minder geschlossen fuhr. Immer vorn dabei die Tschechen von Sparta Prag, der angriffslustige Hötte und mit Philipp Sohn sowie Axel Hauschke auch zwei Lokalmatadoren vom Kasseler Regio Team SF.

Zumindest solange, bis sich eine Lücke auftat, die der Aachener Michael Schweizer eiskalt ausnutzte und letztlich nach 1:54:26 Stunden mit einem Durchschnittstempo von 40,90 km/h gewann.

Zweiter wurde der Tscheche Martin Hunal mit 16 Sekunden Rückstand vor Forke (1:54:43) und Tomas Medek (1:54:45, Prag). Dahinter landeten zeitgleich im Massensprint Janorschke, Radochla, Sohn, Müller, Schulze, Frank Lütters (RV Blitz Spich), Hauschke und Hötte.

Ebenfalls von Erfolg gekrönt war ein Ausreißversuch von André Hildmann (TuSpo Weende). Der 26-Jährige aus Wichmannshausen siegte souverän über 40 Runden in der Männer B/C und schaffte dadurch die Rückkehr in die B-Klasse.

Von Sebastian Schmidt

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