Zweites Mal EM verpasst

Schwimmer Danny Schmidt richtet Blick auf die EM 2021

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EM 2021 als großes Ziel: Schwimmer Danny Schmidt trainiert in Magdeburg am Bundesstützpunkt. 

An diesem Montag wäre womöglich sein großer Tag gewesen: Der Start der Schwimm-Europameisterschaften in Budapest. Doch nach der Absage der Großveranstaltung wurde die Chance für Danny Schmidt, erstmals bei internationalen Titelkämpfen im Erwachsenenbereich an den Start zu gehen, zunichte gemacht.

Es ist schon das zweite Mal in der jungen Karriere des Lagen-Spezialisten, dass er eine EM verpasst. Aber anders als bei der Junioren-EM in Helsinki 2018, als Schmidt wegen eines Ellenbogenbruchs verzichten musste, sind diesmal alle Spitzenschwimmer vom Ausfall betroffen. Erst im kommenden Jahr sind wieder Medaillen möglich.

Für die Nachwuchshoffnung wird es zunächst darum gehen, sich für die EM zu qualifizieren. „Ich will die wettkampffreie Zeit nutzen, um mich an das gestiegene Leistungsniveau anzupassen. Vielleicht klappt es dann 2021 mit der EM“, sagt der gebürtige Kleinengliser.

Training dank Sondergenehmigung

Die Voraussetzungen sind gut: Während bundesweit alle Sportstätten inklusive der Schwimmbäder seit Mitte März geschlossen waren, zogen Schmidt und seine Trainingsgruppe am Bundesstützpunkt in der Magdeburger Elbschwimmhalle unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln ihr Training durch. Eine Sondergenehmigung, die gestattet wurde, nachdem die Schwimmmannschaft aus dem Höhentrainingslager in der Sierra Nevada zurück nach Hause geschickt wurde, macht es möglich.

Dieses Privileg genossen ausschließlich die Kadersportler, die bei DSV-Bundestrainer Bernd Berkhan und Norbert Warnatzsch (Ex-Trainer von Britta Steffen und Franziska van Almsick) trainieren. Im Team befinden sich außerdem Welt- und Europameisterin Sarah Köhler, die dreifache Europameisterin Franziska Hentke sowie der zweifache Weltmeister Rob Muffels und Doppel-Weltmeister und Europameister Florian Wellbrock.

Staffel-Silber 2019

Seit diesem Jahr zählt Schmidt, zuvor im Junioren-Team unter Stefan Döbler, zur besten deutschen Mannschaft. Diesen Schritt verdiente sich der Schüler unter anderem durch den Gewinn der Silbermedaille mit der Freistil-Staffel bei der Junioren-EM 2019. Und das obwohl er wegen einer Schulterverletzung in den Einzelwettkämpfen unter seinen Möglichkeiten blieb.

„Vor allem meine Familie hat viel zu meiner Entwicklung beigetragen“, betont der 18-Jährige. Zurzeit vernachlässigt er jedoch, seine Eltern Axel und Christina sowie seine Schwestern Bonnie und Leonie zu besuchen. Stattdessen gilt die Konzentration dem Rücken- und Brustschwimmen, seinen schwächeren Teildisziplinen. Bis zum Herbst will der deutsche Jahrgangsmeister seine Technik verbessern. Um dann im Erwachsenenbereich durchzustarten.

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