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Ende der Leidenszeit: Christoph Aßmann mit starkem Zweitliga-Comeback für Gotha

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Von: Maurice Morth

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Wieder dort, wo er hingehört: Christoph Aßmann feierte zuletzt nach langer Verletzungspause ein starkes Comeback für den Volleyball-Zweitligisten Gotha.
Wieder dort, wo er hingehört: Christoph Aßmann feierte zuletzt nach langer Verletzungspause ein starkes Comeback für den Volleyball-Zweitligisten Gotha. © Christian Heilwagen

Knapp zwei Jahre war der Herleshäuser Volleyballer Christoph Aßmann verletzt, nun feierte er ein starkes Comeback in der 2. Bundesliga für die Blue Volleys Gotha.

Herleshausen/Gotha – Leben im Volleyball-Internat der Nationalmannschaft, Teilnahme an der U19-Weltmeisterschaft, Wechsel zum Drittligisten Gotha und Aufstieg in die 2. Bundesliga, Kapitän mit 21 Jahren, Angebot aus der Bundesliga – für den Herleshäuser Volleyballer Christoph Aßmann (25) ging es in seiner Karriere eigentlich immer nur bergauf.

Eigentlich, denn eine hartnäckige Knieverletzung setzte ihn zuletzt mit nur kurzen Unterbrechungen knapp zwei Jahre außer Gefecht, seinem geliebten Sport konnte er nicht mehr nachgehen.

Comeback für Aßmann wie im Märchen

Sein emotionales Comeback für die Blue Volleys Gotha kurz vor seinem 25. Geburtstag verlief nun wie im Märchen: 3:1-Sieg gegen Dachau (25:20, 25:23, 18:25, 25:22), noch dazu zum besten Spieler des Spiels gewählt.

„Auf dem Feld zu stehen und zu sehen, wie die Fans mitgehen, es konnte nicht besser laufen. Ich war die letzten Jahre zwar immer noch nah dran am Team und bei den Spielen, aber nicht sportlich eingreifen zu können, das war sehr schwer“, sagt Aßmann zu seiner Rückkehr und über seine Leidenszeit.

Das Patellaspitzensyndrom, eine Entzündung der Sehne im rechten Knie, die den Oberschenkelmuskel über die Kniescheibe mit dem Schienbein verbindet, hielt sich hartnäckiger als üblich, machte sich vor allem durch einen akuten Stechschmerz bei schnellen Bewegungen bemerkbar.

„Im Februar 2021 ist es aufgekommen und ich musste die Rückrunde abbrechen. Im Sommer habe ich die Vorbereitung dann wieder mitgemacht, musste aber nach zwei Saisonspielen wieder abbrechen“, erklärt der Angreifer, der mutmaßt, dass die zu hohe Belastung nach der Coronapause ein Grund für den Ausbruch der Verletzung gewesen sein könnte.

Auch über Karriereende dachte der 25-Jährige nach

„Der Tagesablauf war die letzten Jahre mit den Fahrten zum Training nach Gotha und zur Arbeit nach Eisenach durchgetaktet. Es ist ganz komisch, wenn man dann am Abend zu Hause sitzt, statt Sport zu treiben“, so Aßmann, der zugibt, auch über ein Karriereende nachgedacht zu haben.

„Man kommt nicht darum herum, wenn die Freunde fragen, ob es weitergeht. Für mich kam das aber nicht infrage, ich wollte es noch mal probieren. Was wäre, wenn die Verletzung aber nicht abgeheilt wäre, das weiß ich auch nicht. Es sieht aber sehr gut aus, nach dem Spiel oder Training merke ich nur ab und zu, dass es ein bisschen arbeitet im Knie.“

Das Kapitänsamt, das er seit seinem 21. Lebensjahr innehatte, hat der Herleshäuser vor der Saison dennoch abgegeben, weil er nicht wusste, ob er zum Start fit ist und seiner Meinung nach eine Person, „bei der Klarheit bei der Fitness herrscht“, es bekleiden solle.

Nach dem starken Traum-Comeback für Aßmann lief es für die Blue Volleys im weiteren Saisonverlauf bis dato aber noch nicht rund in der 2. Bundesliga: Gegen den Vorjahresvierten Freiburg gab es eine klare Drei-Satz-Auswärtsniederlage und gegen Dresden im Heimspiel nach einer 2:0-Satzführung noch ein 2:3.

„Da geht mehr, das Ziel unseres Vereins ist die obere Tabellenhälfte“, sagt der 23-Jährige. Erst einmal steht am kommenden Sonntag aber das nächste Ostderby gegen die Dresdner an, dann bestreiten die Kontrahenten das Finale um den Regionalpokal Ost. (Maurice Morth)

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