Eishockey: Das neue Team der „Yetis“ jagt in Willingen dem Puk hinterher

Selbst ein Inder ist dabei

Torschuss: Yeti-Spieler Marcel Lindenborn gegen seinen Mannschaftskameraden Benjamin Heitzmann. Foto: zka

Willingen. In Willingen ist seit kurzem auch das Eishockey zu Hause. Die „Yetis“ sind ein neugegründetes Team mit mittlerweile 26 Mitgliedern: „Wir hatten das Ganze ursprünglich als reines Hobbyprojekt begonnen“, erklärt der Trainer Sergej Rjasanzev. Der 27-jährige Korbacher gründete den Verein zusammen mit seinem Freund Alexander Mass.

Rjasanzev ist mit dem Puck aufgewachsen. In Omsk in Sibirien geboren hat er von klein auf Eishockey gespielt. Vor sieben Jahre kam er nach Deutschland und startete bei den „Red Bulls“ aus Bad Wildungen. Danach ging er für einen Paderborner Bezirksligaclub auf Torejagd.

Dann wurde ihm jedoch der Aufwand für das Training zu hoch, und so entstanden die „Yetis“, die sich jeden Sonntag in der Willinger Eissporthalle zum Training treffen. War es am Anfang nur eine kleine Gruppe, konnten immer mehr Spieler begeistert werden.

„Immer mehr Leute haben mittrainiert. Sie kommen unter anderem aus Willingen, Korbach, Frankenberg und Brilon. Es sind auch fünf Volkmarser dabei, die im Sommer Inline-Hockey spielen“, so der Coach. „Der Jüngste ist 14, der Älteste um die 50 Jahre alt. Vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen ist alles vertreten.“

Das Messen mit anderen Mannschaften wurde mit der Zeit immer bedeutender. Mit einem Satz neuer Trikots bestritt man ein erstes Freundschaftsspiel gegen den EC Paderborn. Ging dieses Spiel noch 6:10 verloren, siegte man kurz vor Weihnachten gegen die Red Bulls Bad Wildungen mit 7:3 - der erste Erfolg für die Mannschaft.

Die beiden Freundschaftsspiele sollen nur der kleine Anfang einer größeren Serie von Freundschaftsspielen sein. Bis zum Saisonende wollen die „Yetis“ zwölf bis 14 Testpartien gegen hessische und westfälische Clubs - unter anderem aus Kassel, Soest, Paderborn und Köln - bestreiten.

An einen Ligastart traut sich Rjasanzev allerdings noch nicht heran. Erst einmal stehe der Erfahrungsgewinn im Vordergrund. Außerdem sei man noch auf der Suche nach neuen Spielern. Sollte es dann im nächsten Jahr mit dem Ligastart klappen, wäre der nächste Schritt, einen Verein zu gründen. Neben den „Red Bulls“ aus Bad Wildungen wäre es dann erst der zweite Eishockeyverein im Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Bis dahin stehen die „Yetis“ für ein integratives Projekt: „Wir haben viele Nationalitäten im Team, die sich alle gut verstehen. Neben Russlanddeutschen und Deutschen spielt sogar ein Inder bei uns im Team“, so der Coach.

Wer bei den „Yetis“ mittrainieren will, ist jederzeit willkommen. Die Spieler trainieren immer sonntags von 18.45 bis 21.30 Uhr in der Willinger Eissporthalle. (zka)

Von Martin Kares

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