1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

ESV Hönebach gewinnt nach sensationeller Aufholjagd gegen Freiensteinau

Erstellt:

Kommentare

Pure Freude: Marcel Katzmann (von links) und Kevin Kunze freuen sich mit Torschütze Adrian Bohle, der den ESV Hönebach im Spitzenspiel mit 3:2 in Führung schoss und damit sein Premierentor im ESV-Trikot feierte.
Pure Freude: Marcel Katzmann (von links) und Kevin Kunze freuen sich mit Torschütze Adrian Bohle, der den ESV Hönebach im Spitzenspiel mit 3:2 in Führung schoss und damit sein Premierentor im ESV-Trikot feierte. © Alicia Kreth

Fußball-Gruppenligist ESV Hönebach drehte im Spiel gegen Spitzenreiter SG Freiensteinau in der zweiten Hälfte richtig auf, machte nicht nur den 0:2-Pausenrückstand wett, sondern feierte am Ende einen kaum noch für möglich gehaltenen 4:2 (0:2)-Sieg.

Hönebach – Nicht umsonst sprach Trainer Tino Jäger nach der Partie von einer sensationellen Halbzeit. Vier Treffer innerhalb von einer guten halben Stunde gegen die beste Abwehr der Liga, erst zehn Tore hatte die SG bis dato kassiert, unterstreichen das.

Aber der Reihe nach: Im ersten Spielabschnitt lief es für die Platzherren schlecht. Man bekam kaum Zugriff, zudem haperte es im Abschluss. Bereits nach drei Minuten brannte es im ESV-Strafraum lichterloh, doch Nils Katzmann fischte Thomas Wirsing die Kugel vom Fuß. In der Folge avancierte Wirsing mit seinen beiden Treffern zum Matchwinner der Hälfte. Beide Male war er vor Libero Manuel Schmidt mit dem Kopf zur Stelle.

Die Gäste dagegen standen kompakt, hatten in der Vorwärtsbewegung mehr Vorteile und verdienten sich so auch die Pausenführung. Der ESV haderte mit dem Schiedsrichter, dessen Pfeife nach Schubsern gegen Marius Zilch und Kevin Kunze im Strafraum stumm blieb (34.).

In der Halbzeit schwor Jäger sein Team noch mal richtig ein. „Ich glaub an Euch“, gab er ihm mit auf den Weg. Katzmann war es dann, der den ESV-Anhang erstmals jubeln ließ. Sein Freistoß von der rechten Seite segelte an Freund und Feind vorbei und landete im langen Eck (59.).

Dieser Treffer wirkte wie ein Dosenöffner, und der ESV spielte nun wie entfesselt auf. Zunächst forderte man bei Marco Links Klammergriff gegen Marvin Ehmer erneut erfolglos Strafstoß (67.), was nach Zilchs Ausgleichstreffer drei Minuten später in den Hintergrund geriet. Kevin Kunze hatte sich auf der linken Seite schön durchgesetzt, passte flach nach innen, wo Zilch einschob.

Der Ausgleich setzte noch einmal Kräfte frei. und der ESV ließ nicht mehr locker. „Adrian du machst dein Ding noch“, hatte Jäger kurz zuvor Adrian Bohle zugerufen, ehe der zur Tat schritt. Nach einem Flankenwechsel hatte er freie Bahn und ließ Hohmann aus kurzer Distanz keine Chance.

Mit einer wahren Energieleistung, Wille und Zug zum Tor waren unverkennbar, leitete Zilch den vierten Treffer ein. Er setzte sich im Sechzehner gegen zwei Freiensteinauer durch und bugsierte den Ball im Fallen weiter, und Tim Schwarz vollendete. Acht Minuten später war das Spiel aus

„Wir haben eine überragende zweite Halbzeit gespielt und nach Eiterfeld jetzt auch Freiensteinau, die für mich die Aufstiegsfavoriten sind, zu Hause geschlagen“, war Jäger mächtig stolz.

Hönebach: N. Katzmann - Bohle (90. Ebeling), Krüger, Ehmer, Emmerich, Zilch (90. Veselcic), Schwarz, Wollenhaupt (80. Störl), M. Katzmann (84. Kleinschmidt), Kunze, Schmidt. Tore: 0:1, 0:2 Wirsing (11., 21.), 1:2 Marcel Katzmann (59.), 2:2 Zilch (70.), 3:2 Bohle (75.), 4:2 Schwarz (82.).

(Thomas Becker)

Auch interessant

Kommentare