1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

SG-HNU-Trainer Hartmann über das Titelrennen: „Wir müssen letzten Schritt machen“

Erstellt:

Von: Stefan Konklowsky

Kommentare

Gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Silvio Schlenz kann Andreas Hartmann (Foto) die SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund von der Kreisoberliga in die Gruppenliga führen. 
Gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Silvio Schlenz kann Andreas Hartmann (Foto) die SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund von der Kreisoberliga in die Gruppenliga führen.  © Marvin Heinz

Heute Abend kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen der SG HNU und dem VfL Wanfried im Werrastadion. Wir sprachen im Vorfeld mit HNU-Trainer Andreas Hartmann.

Eschwege – Der VfL Wanfried und die SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund waren vor dem Beginn der Kreisoberliga-Aufstiegsrunde die großen Favoriten auf die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Fußball-Gruppenliga.

In der Qualifikationsrunde triumphierte der VfL Wanfried am Ende als Tabellenerster mit 34 Punkten und sieben Punkten Vorsprung auf die Südringgauer, in der entscheidenden Aufstiegsrunde haben sich die Vorzeichen nun mittlerweile deutlich zugunsten des Tabellenvierten der Qualifikationsrunde aus dem Südringgauverschoben.

Und während viele Experten im Vorfeld das Rückspiel der beiden als eines der entscheidenden Spiele um den Titelausgang erwarteten, ist der in den vergangenen Wochen stark vom Verletzungspech getroffene VfL Wanfried nach der dritten Niederlage im fünften Spiel am vergangenen Wochenende bereits aus dem Titelrennen ausgeschieden – sollte kein großes Fußball-Wunder mehr passieren.

Ganz anders hingegen das Auftreten der Elf von Trainer Andreas Hartmann, die ohne Punktverlust die Tabelle anführt und sich mittlerweile offen zum Saisonziel „Meisterschaft und Aufstieg“ bekennt. Wir haben vor dem Spiel morgen in Wanfried (Anstoß 19 Uhr) kurz mit Hartmann gesprochen.

Andreas, könnt ihr am Sonntag den Titel feiern?

Wir haben mit dem Spiel in Wanfried und zu Hause gegen Niederhone zwei schwere Spiele vor der Brust. Das werden keine Selbstläufer und wir werden in beiden Spielen unser komplettes Leistungsvermögen abrufen müssen, wollen wir erfolgreich sein. Viel wird auch davon abhängen, mit welcher Elf wir starten können.

Aktuell haben wir vier angeschlagene Spieler und da werden wir kein Risiko eingehen. Denn selbst wenn es an diesem Wochenende nicht klappt, haben wir in den Heimspielen gegen Wichmannshausen und Bad Sooden-Allendorf weitere Möglichkeiten unser Ziel zu erreichen. Die Tür steht weit offen, wir müssen nun noch die letzten Schritte machen, um gemeinsam durchgehen zu können.

Welchen Stellenwert hätte die Meisterschaft für dich?

Der Titel wäre der erste nach 39 Jahren für unsere SG, der uns von der Kreis- auf die Bezirksebene führen würde. 2016 und 2018 sind wir über die Relegation aufgestiegen, ein Aufstieg als Meister hätte noch einmal einen anderen Stellenwert. Wir hätten uns das aber auch verdient.

Einmal weil die Jungs in der Vorbereitung viel Zeit investiert und hart für das gemeinsame Ziel gearbeitet haben. Zum anderen würden wir damit gerne etwas an unsere treuen Zuschauer zurückgeben und auch an die vielen ehrenamtlichen Helfer im Verein. Das ist unsere Motivation, das treibt uns an. Für mich wäre der Titel nach fast fünf Jahren als Trainer bei der SG sicherlich ein besonderer Höhepunkt.

Was macht die SG HNU für dich so besonders?

Das ist einfach zu erklären: Viele unserer Spieler haben schon ihre komplette Jugend bei uns verbracht, das Wort „Gemeinschaft“ leben wir. Wer hat schon einen Gerhard Biel – hier einmal stellvertretend für viele andere genannt – der schon bei der Gründung der SG 1988 mein Trainer war und heute neben seiner Vorstandsarbeit immer noch Jugendliche ausbildet? So etwas verbindet und motiviert.

Zur Person

Andreas Hartmann (47) ist verheiratet und Vater eines Sohns und einer Tochter. Der selbständige Automobilkaufmann spielte als Aktiver für den TSV Ulfegrund, die SG Pfaffenbachtal/Schemmergrund und den FV Bebra, bevor er im Jahr 2002 wieder zu seinen fußballerischen Wurzeln zurückkehrte. Auch heute noch streift er gelegentlich das Trikot über, wenn Not am Mann ist. Das Amt des Trainers bei HNU hat er im Oktober 2017 übernommen.

(Stefan Konklowsky)

Auch interessant

Kommentare