3. Handball-Liga: SVH trifft am Samstag in der Aueparkhalle auf Gensungen/Felsberg

Sharnikau ist gefordert

Stress in Abwehr, Angriff und auch am Seitenrand: Igor Sharnikau ist bei der SVH Kassel beim Nordhessenderby gegen die HSG Gensungen/Felsberg ein viel gefragter Mann. Archivbild: Fischer

Um es gleich nochmal klarzustellen: Das Handballspiel der 3. Liga zwischen der SVH Kassel und der HSG Gensungen/Felsberg findet am Samstag ab 19 Uhr in der Kasseler Aueparkhalle statt. Damit wird der ursprüngliche Termin bestätigt, und zwischenzeitlich verkündete Änderungen sind hinfällig. Am Samstag wird Igor Sharnikau auf Seiten der SVH eine ganz wichtige Rolle spielen. Der 34-Jährige ist nicht nur der Assistent von Trainer Gordon Hauer, Sharnikau wird auch verstärk auf dem Parkett gebraucht.

In den beiden Spielen nach seiner Rückkehr aus Bad Hersfeld wurde der Weißrusse noch hauptsächlich in der Abwehr eingesetzt, doch mittlerweile hat sich die Harleshäuser Personalnot so verschärft, dass Igor Sharnikau auch im Angriff gefragt ist.

Der etatmäßige Halbrechte Rico Bonath ist nach seiner langwierigen Viruserkrankung noch nicht fit, und auch die linke Rückraumposition ist nach Cristian Gherhards Kieferbruch vakant.

Sharnikau kann jede Menge Erfahrung in die Waagschale werfen. Als er in den Neunzigerjahren für den weißrussischen Spitzenklub SKA Minsk auf dem Parkett stand, gehörte der Rückraumspieler zum Stamm der weißrussischen Nationalmannschaft.

Sein Können blieb auch Spitzenklubs im Ausland nicht verborgen, und im Jahr 2000 machte der damalige deutsche Erstligist TuS Schutterwald bei dem Bemühen, den Weißrussen zu verpflichten, das Rennen.

Nach fünf weiteren Stationen in den drei deutschen Topligen führte Sharnikaus Weg 2007 nach Kassel zur SVH, wo er schon einige Turbulenzen stoisch ertragen hat. Immer an seiner Seite ist Ehefrau Yulia, die auch bei der SVH als Physiotherapeutin arbeitet.

Die Sharnikaus hatten schon vor ihrem Wechsel nach Deutschland geheiratet, und ihren jetzt elfjährigen Sohn in weißer Voraussicht Daniel genannt.

Auch wenn sich Sharnikaus Leben hauptsächlich um Handball dreht, findet er manchmal ein bisschen Zeit, seiner zweiten Lieblingsbeschäftigung nachzugehen. „Ich lese gern“, sagt Sharnikau, der manchmal deutsche Autoren bevorzugt, immer wieder aber auch mal ein auf russisch geschriebenes Buch zur Hand nimmt.

Von Gerd Brehm

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