Handball-Regionalliga: HSG deklassiert Bad Blankenburg – Gegner resigniert früh

Sieg fürs Selbstvertrauen

Mit dem nötigen Biss: Gensungen/Felsbergs Philip Julius (li., hier gegen Igor Ardan) krönte seine starke Leistung gegen den HSV Bad Blankenburg mit acht Treffern. Foto: Kasiewicz

Gensungen. „Damit hatte ich nicht gerechnet“, erklärte Christian Gherhard, der Spielmacher des Handball-Regionalligisten HSG Gensungen/Felsberg, angesichts eines 46:32 (25:15)-Kantersieges seiner Mannschaft über den HSV Bad Blankenburg.

Mindestens genauso überraschend wie die Höhe des Erfolges war auch die Tatsache, dass der 20-Jährige nach zuletzt nur wenigen Spielanteilen gegen den HSV in der Startsieben stand. „Ich habe gut trainiert“, begründete er die Maßnahme seines Trainers Dragos Negovan. Gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Gäste konnte sich Gherhard vor allem in der Anfangsphase dank seiner Zweikampfstärke prima durchsetzen und erzielte drei seiner insgesamt fünf Treffer bereits in den ersten zehn Minuten (7:4).

Während er und seine Mitstreiter mit zunehmender Dauer der Partie immer besser ins Spiel fanden, bekam Bad Blankenburg zusehends Schwierigkeiten, ein druckvolles Angriffsspiel aufzuziehen. Statt durch ein gebundenes Spiel für Torgefahr zu sorgen, verzettelten sich die Spieler von HSV-Trainer Gunter Funk immer häufiger in Einzelaktionen. Die daraus resultierenden Ballverluste bestrafte Gensungen/Felsberg mit Kontertoren.

Selbst in Überzahl fand der HSV kein Mittel gegen die aggressive 3:2:1-Abwehr der Heimsieben und geriet stattdessen durch Treffer von Michael Viehmann, Jan-Hendrik Walther und Carsten Göbel mit 11:19 in Rückstand (24.). Zu diesem Zeitpunkt bereits schien Bad Blankenburg den Halbzeitpfiff herbeizusehnen, um sich noch einmal neu auf die HSG einstellen zu können.

Nach dem Wechsel verkürzten die Thüringer durch Tore von Ivo Havel und Igor Ardan auf 18:25 (32.). Doch Göbel, Viehmann und Philip Julius (2) erstickten mit ihren Treffern jegliche Hoffnung des HSV im Keim (29:18, 36.). Bad Blankenburg gab nun die Gegenwehr praktisch auf und sah hilflos zu, wie der Angriffsexpress der HSG zunächst die 40-Tore-Marke knackte (40:28, 53.) und das Ergebnis anschließend auf 46:32 hochschraubte. „Wir kamen Gensungen/Felsberg wahrscheinlich gerade recht“, meinte HSV-Trainer Funk. Denn nach der schwachen Leistung gegen Schlusslicht Apolda konnten der starke Philip Julius und Co. in der Begegnung gegen Blankenburg viel Selbstbewusstsein vor den kommenden Partien gegen die Spitzenklubs der Regionalliga tanken. Nächsten Sonntag steigt der Hit beim Tabellenersten TV Groß-Umstadt. „Wir können uns nur selbst schlagen“, meinte Gherhard zuversichtlich. Ähnlich optimistisch blickt sein Trainer auf die nächsten Aufgaben: „Wenn wir so wie heute spielen, haben wir richtig gute Chancen.“ • HSG: Stahl, Lauterbach (ab 50.) – Ober 8, Hütt 1, Untermann 3, Kranz 3, Bärthel 1, Viehmann 5/1, Julius 8, Gherhard 5, Göbel 6, Walther 6.

Von Lisa Völske

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