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KV Sontra: Sieg gegen Tabellenführer - vom Bundesligaufstieg redet noch keiner

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Von: Marvin Heinz

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Michael Mutter (KV Blau-Weiß Sontra) gehört zu den Säulen der ersten Mannschaft.
Michael Mutter (KV Blau-Weiß Sontra) gehört zu den Säulen der ersten Mannschaft. © Marvin Heinz

Der Kegelverein Blau-Weiß Sontra hat das Heimspiel gegen den SC Reckenfeld in der 2. Bundesliga Nord mit 3:0 gewonnen.

Sontra - Dabei lieferten die Sontraer unter den Augen von Bürgermeister Thomas Eckhardt gegen den bisherigen Tabellenführer die beste Saisonleistung ab und knackten zur Feier des Tages noch den Mannschaftsbahnrekord vom 6. November 2021.

„Wahnsinn, fünftausendvierhundertsiebenundzwanzig Holz. Eine Steigerung um neun Holz, das war ein echtes Ausrufezeichen meiner Mannschaft“, sagt Sportwart Joachim Gerlach, der keinen Grund zur Kritik hatte.

Durch den sechsten Heimsieg in Folge klettern die Kupferstädter auf den dritten Tabellenplatz und sind im Rennen um den Bundesliga-Aufstieg eine ganz heiße Aktie. Aber der Reihe nach.

KV Blau-Weiß Sontra - SC Reckenfeld 3:0 (52:26, 5427:5087). Bereits im ersten Block trumpften die erfahrensten Sontraer Kegler auf. Der Eschweger Markus Kachel steuerte 936 Holz zum Mannschaftserfolg bei, während Michael Mutter auf der gleichen Welle schwamm und ebenfalls 936 von 1080 möglichen Kegeln abräumte.

„Beide haben sehr, sehr konzentriert gespielt. Es war für uns eine Bombe, dass beide gleich zum Auftakt 936 Holz geliefert haben“, freut sich Gerlach, der bis zum letzten Wurf ein Kopf-an-Kopf-Rennen seiner Schützlinge beobachtete: „Markus und Michael haben sich am Ende belauert und gegenseitig angestachelt. Sie wollten unbedingt um ein Holz besser sein, um dann im 120sten und letzten Wurf gleichzeitig eine Neun zu werfen. Besser ging es dann nicht.“

Etwas ins Hintertreffen geriet der Aufsteiger aus der Saison 2019/20 im Mittelblock. Der Elektriker Gunnar Beck spielte in seinem zweiten Heimspiel der Saison 845 Holz.

Sontra: Probleme im Mittelblock

Eine Chance, die der Tabellenführer zu nutzen wusste. Stefan Lampe, der das beste Reckenfelder Ergebnis erspielte, brachte 887 Holz auf die Bahn und überspielte Beck sowie Florian Böhm.
Obwohl Letzterer auf der ersten Bahn 257 von 270 Holz aufbot. „Da haben wir es etwas spannend gemacht, haben den Spielball aber nicht in Gänze aus der Hand gegeben“, so Gerlach, der ein Spiel auf Messersschneide sah, aber noch „zwei heiße Eisen im Feuer“ hatte.

„Im letzten Block wusste ich, dass ich mich auf Andreas Schad und Daniel Hofmann verlassen kann“, betont Gerlach, der nicht enttäuscht wurde. Im Gegenteil. Während der frühere Junioren-Weltmeister Daniel Hofmann mit 913 Holz eine mehr als souveräne Leistung bot, spielte Schad nicht in den Sphären der vergangenen Wochen. Was immer noch gut genug war.

Das Wort „Aufstieg“ nimmt noch keiner in den Mund

„Ich habe mit 214 Holz angefangen und habe keinen Zug auf die Kugel bekommen. Ich habe mich so durch das Spiel gequält. Aber mit meinen 920 Holz bin ich zufrieden“, so Andreas Schad, der noch das drittbeste Tagesergebnis produzierte.

Die Verantwortlichen und Spieler nehmen unterdessen das Wort „Aufstieg“ noch nicht in den Mund. Im Lager der Sontraer wird tiefgestapelt. Gerlach: „Wir bleiben in Lauerstellung und wissen gleichwohl auch, dass wir nur mit Heimsiegen keinen Blumentopf gewinnen werden.“ Am kommenden Samstag (13 Uhr) gastierte mit dem SK Mühlheim der Tabellensechste an der Jahnstraße. Folgt der siebte Streich?

Sontra mit: Mutter 12/936, Kachel 11/936, Schad 10/920, Hofmann 9/913, Böhm 7/877, Beck 3/845. Reckenfeld mit: Lampe 8/887, Schlüter 6/871, Ahlers 5/854, Schmedt 4/850, Müller 2/828, van Raalte 1/797.

(Marvin Heinz)

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