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Baunataler Siegtor drei Sekunden vor Abpfiff

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Von: Martin Scholz

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Baunatals Kreisläufer Jan-Erik Kleinschmidt kann sich in dieser Szene gegen Northeims Paul-Marten Seekamp durchsetzen.
Baunatals Kreisläufer Jan-Erik Kleinschmidt kann sich in dieser Szene gegen Northeims Paul-Marten Seekamp durchsetzen. © Hubert Jelinek

Das war ein wichtiger Schritt. Handball-Drittligist GSV Eintracht Baunatal ist am Samstag mit dem 27:26 (14:16)-Auswärtssieg beim Northeimer HC der Sprung auf den sechsten Tabellenplatz gelungen. Das entscheidende Tor zum Derby-Sieg drei Sekunden vor Abpfiff erzielte Eintracht-Routinier Marvin Gabriel.

Northeims Torwart Glenn-Louis Eggert verhinderte in den ersten Minuten einen höheren Rückstand. Dennoch lag Baunatal 3:1 vorn. Northeim setzte auf Überzahlspiel mit siebtem Feldspieler.

Baunatals Schlussmann Moritz Goldmann, der in der 18. Minute für Marian Mügge kam, verhinderte mehrfach den möglichen Ausgleich. Doch die Northeimer Offensive blieb weiterhin unter ihren Möglichkeiten. Nach Schusters Verletzung unterband Trainer Bätjer mit Christian Stöpler in der 5:1-Abwehr den Spielfluss des Eintracht-Rückraums. Baunatal suchte weiter Lücken in der NHC-Abwehr und ging dank verdeckter Würfe von Kevin Trogisch und Marvin Gabriel mit 16:14 in die Pause.

Marc Bodes Anschlusstreffer zum 17:18 (39.) konterte der GSV mit einem Doppelschlag aufs leere Tor zum 20:17. „Das war der Punkt, in dem wir sie hätten brechen müssen. Leider waren wir im Angriff dann doch nicht so effektiv, wie wir es uns vorgenommen hatten“, sagte Baunatals Trainer Dennis Weinrich nach dem Spiel. „In der Zukunft müssen wir einfach effektiver sein. Wir wussten, dass es gegen Northeim ans Eingemachte gehen würde, und damit bleiben es insgesamt zwei glückliche Punkte“, räumte Weinrich ein.

In der Tat: Nach Northeimer Treffern von Deni Skopic und Wodarz zum 19:20 zwang Bode mit dem 20:20-Ausgleich Weinrich in die Auszeit. Aber wieder brachten die Baunataler Kevin Trogisch und Felix Geßner ihr Team mit Würfen aus der zweiten Reihe mit 23:21 in Front. Neufing glich allerdings wieder zum 24:24 aus, Bransche glückte beim 25:24 die erste Führung, bevor eine Zeitstrafe gegen Paul-Marten Seekamp das Momentum wieder in Richtung der Nordhessen kippte – letztlich entscheidend. Jan-Erik Kleinschmidt egalisierte (25:25). Noch einmal überwand Malte Wodarz Baunatals Mittelblock zum 26:25, aber Benjamin Fitozovic konterte umgehend. Im Gegenzug scheiterte Wodarz an Goldmann, und Marvin Gabriel nutzte die Restsekunden zum Baunataler Siegtreffer.

„Ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, ärgerte sich NHC-Coach Bätjer. Und Dennis Weinrich zollte Northeims Überzahlspiel Respekt. „Nach dem 20:17 haben wir die Partie fast aus der Hand gegeben, aber am Ende hatten wir das Quäntchen Glück.“ (Martin Scholz und Axel Janßen)

Northeim: Eggert, Pätz, Wenderoth - Pogadl, Heyken, Schuster, Bransche 5, Seekamp 2, Neufing 2, Lutze 2, Bode 5, Stöpler 1, Wodarz 7, Fietz, Skopic 2

Baunatal: Mügge (1. - 18.), Lohrbach, Goldmann (18. - 60.) - Kurtz, Helbing, Trogisch 5/1, Batz, Kleinschmidt 3, Bieber, Fitozovic 6, Räbiger 2, Geßner 4, Fynn Reinhardt1, Lasse Reinhardt 1, Gabriel 5/1, Henne, Kurtz

SR: Dustin Seidler/Denis Seidler

Z.: 300 - Siebenmeter: 0/1:2

Strafminuten: 4:3

Spielverlauf: 1:3 (6.), 4:5 (13.), 6:9 (18.), 10:13 (24.), 16:18 (37.), 20:20 (46.), 22:23 (54.), 25:25 (58.)

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