Biathlon: 20-Jährige aus Ottlar wird Zweite bei der Junioren-Weltmeisterschaft

Silber für Karolin Horchler

Momente des Glücks: Karolin Horchler (links) freut sich über die Silbermedaille. Daneben die Siegerin Reka Ferencz (Rumänien). Rechts die Drittplatzierte Leslie Mercier (Frankreich). Foto: bf

Torsby/Ottlar. Silber. Karolin Horchler aus Ottlar ist bei den Junioren-Weltmeisterschaften der Biathleten im schwedischen Torsby in der Einzeldisziplin über 12,5 Kilometer auf den zweiten Platz gelaufen. Eigentlich hat sie sich eher dorthin geschossen, da die für Clausthal-Zellerfeld startende Athletin am Schießstand ohne Fehler blieb und nur der Rumänin Reka Ferencz den Vortritt lassen musste.

Ferencz hatte ebenfalls am Schießstand nicht gepatzt, war aber 1:01,3 Minuten schneller gelaufen. Außer den beiden Genannten gab es am Schießstand keine fehlerfreie Athletin mehr.

Den Traum von einer WM-Medaille bei ihren letzten Junioren-Weltmeisterschaften hatte Karolin Horchler vor einer Woche bei einem HNA-Interview formuliert. „Ich traue mir als gute Schützin vor allem im Einzel etwas zu“, hatte sie gesagt. Horchler erfüllte sich selbst den Traum und bestätigte ihre Aussage als treffsichere Athletin.

Mit Startnummer 46 war die Ottlarerin ins Rennen über die 12,5-Kilometer-Distanz gegangen, wobei vier Schießeinlagen, je zwei liegend und stehend im Wechsel, zu erledigen waren. Als Karolin zum ersten Mal am Schießstand ankam, war klar, dass für sie eine Top-Platzierung nur über eine möglichst fehlerarme, wenn nicht gar fehlerfreie Leistung mit dem Gewehr zu erreichen war. Pro Schießfehler wird den Athleten eine Minute zur Laufzeit addiert. Und tatsächlich. Null Fehler beim ersten Schießen ließen sie als Sechste den Schießstand verlassen. Platz vier war es nach dem zweiten Schießen, Platz drei nach dem dritten.

Neben der späteren Siegerin lag nur noch Anastasia Kalina aus Russland vor ihr. Kalina musste vor Karolin zum vierten Schießen - und schoss eine Fahrkarte. Jetzt war der Weg für die 20-jährige Sportsoldatin, die ihre Karriere beim SC Willingen begonnen hatte, frei.

Null Fehler im letzten Stehendschießen und der Silberplatz wäre sicher. Eine schnelle, sichere Trefferfolge machte dann auch alle Hoffnungen der Konkurrenz auf einen Fehler zunichte. Karolin behielt die Nerven, ließ alle Scheiben umkippen und ging mit einem Vorsprung von 19 Sekunden vor der Französin Leslie Mercier auf die letzten 2,5 Kilometer.

14 Sekunden blieben von diesem Vorsprung übrig, was sie schließlich über die Silbermedaille jubeln ließ. Am morgigen Samstag steht der Sprint an. (hwx)

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