Kegelsportler werden nicht in Verbandsliga antreten

Personalprobleme: SKG Eschwege zieht sich vor Saisonstart zurück

Kein Verbandsligastart: Oliver Mahr.
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Kein Verbandsligastart: Oliver Mahr.

Die SKG Eschwege zieht noch vor dem Saisonbeginn in der Verbandsliga ihre Mannschaft zurück.

Eschwege - Der Vorstand um den Vorsitzenden Arne Beck hat am vergangenen Wochenende entschieden, dass die Eschweger Kegelsportler nicht der Verbandsliga an den Start gehen werden. Die Zukunft des Kegelsports in der Kreisstadt ist ungewiss.

„Wir haben alles probiert, aber man kann sich keine Leute aus dem Ärmel zaubern“, sagte Sportwart Oliver Mahr und wurde in seinen Ausführungen deutlich: „Das hat keinen Wert. Wir wären am ersten Spieltag nur vier Leute und das hätte sich so weiter durch die Saison gezogen.“ Schon vorab hätten laut Mahr die Spieltage festgestanden, an denen man keine Mannschaft hätte stellen können: „Und wir haben noch nicht Erkrankungen und Verletzungen mit einkalkuliert.“

Die Coronapandemie sei nicht der ausschlaggebende Faktor gewesen. Vielmehr haben Weggänge von Spieler und Verletzungen die Entwicklung beschleunigt.

Fehlen wird das Miteinander

„Aufgrund von Schichtdienst und Arbeitsstellen außerhalb des Kreises waren wir in den letzten Jahren schon nur noch ein kleiner Haufen, der sich ausschließlich zu den Wettkämpfen zusammengefunden hat“, sagte Mahr, der angibt, dass ihm nicht viel fehlen wird: „Wir haben uns schon im letzten Jahr dran gewöhnt.“ Fehlen wird ihm dagegen das Miteinander, die Duelle mit anderen Teams und die Derbys gegen Sontra.

In der Bezirksliga mit vier Leuten zu starten war in Anbetracht des sich anbahnenden Saisonbeginns nicht mehr möglich.

„Wir wissen nicht, wie es weitergehen wird, vielleicht suchen wir uns für die kommende Saison einen anderen Standort. Aber das steht noch in den Sternen“, blickt der 51-jährige Mahr in die ungewisse Zukunft. (mhz)

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