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Leyhe: „Skifliegen für mich nur ein Bonus“

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Stephan Leyhe auf der  Flugschanze in Oberstdorf.
Annäherung: Stephan Leyhe und die Flugschanze in Oberstdorf sind auch an diesem Wochenende noch keine Freunde geworden. Mit fehlt die Idee, wie man hier weit fliegen kann“, gab der Willinger zu. © Imago

Entschlossenheit war für Stephan Leyhe beim Skiflugwochenende in Oberstdorf das Wort des Tages. Am Sonntag kehrte er in die Weltcup-Konkurrenz zurück.

Oberstdorf - Der Mann von SC Willingen war am Freitag noch in der Qualifikation für das Einzelspringen gescheitert und daher am Samstag nur Zuschauer. Am Sonntag reichte dem 30-Jährigen eine Weite von 182,5 Meter, um im Hauptfeld der 40 Skiflieger dabei zu sein. 200 Meter sind beim Skifliegen das Maß aller Dinge, die hatte der Willinger in diesem Winter in Vikersund im Training mit 214,5 Meter überboten.

Er flog im ersten Durchgang gute 207,5 Meter und auf Platz 21. Die ließen Leyhe dann schon wieder etwas zufriedener aussehen. Er konnte diese Weite im Finale aber nicht bestätigen, landete schon bei 185,5 Meter und rutschte noch auf Platz 26 ab.

Leyhe: Ich nehme jeden Flug gerne mit

Dennoch war Leyhe nicht unzufrieden mit seinem Auftritt in Bayern. „Ich glaube, heute habe ich zumindest den Ansatz für diese Schanze gefunden, aber ich tue mich schon schwer, die richtige Idee zu finden, wie man hier richtig weit fliegen kann. Ich glaube, das wird mir in der kommenden Woche in Planica besser gelingen“, sagte der gebürtige Schwalefelder.

Trotzdem war Leyhe mit sich im Reinen: „Für ein Comeback war es für mich eine gute Saison, auch wenn ich am Ende nicht mehr so oft gepunktet habe. Das Skifliegen war für mich nur ein Bonus und ich nehme jeden Flug gern mit.“

Die DSV-Adler hatten in Oberstdorf allesamt kein Windglück. Karl Geiger musste im Kampf um den Gesamtweltcup einen Rückschlag hinnehmen. Er kam nach Flügen auf 214 und 203 Meter nicht über Rang neun hinaus.

Sein direkter Widersacher im Kampf um das das Gelbe Trikot, Ryoyu Kobayashi aus Japan, flog vor 6500 Zuschauern 217 und 209,5 Meter und belegte Platz sechs. Vor dem Saisonfinale im slowenischen Planica am kommenden Wochenende hat Kobayashi 66 Punkte Vorsprung. Dort werden bei zwei Einzeln noch 200 Punkte vergeben.

„Der Karl hat durchaus noch eine Chance. Die Schanze in Planica liegt ihm besser“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher. Der Tagessieg ging an den Slowenen Timi Zajc (211,5+231) vor Piotr Zyla (218,5+221) aus Polen und der österreichische Samstagsieger Stefan Kraft (212+222,5) komplettierte das Podium.

Markus Eisenbichler (205+199,5) landete mit Geiger (je 375,9) auf Rang neun. Auch Severin Freund (13.), Constantin Schmid (24.) holten Punkte. Die Olympiasieger Andreas Wellinger und Marius Lindvik waren in der Qualifikation gescheitert. (be/red)

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