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Stephan Leyhe springt im zweiten Durchgang zu kurz

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Stephan Leyhe, Ausschnitt Gesicht mit Brille
Konzentriert, aber chancenlos: Stephan Leyhe kam mit den Bedingungen in Ruka nicht zurecht. © imago/Archiv

Rückschlag für Stephan Leyhe: Beim Weltcup in Ruka musste sich der Skispringer vom SC Willingen mit Rang 25 begnügen. Er hatte im Finale Pech mit Rückenwind, aber das war es nicht allein.

Ruka - Leyhes Teamkollege Markus Eisenbichler schaffte es mit 136,5 und 132 Meter aufs Podest. Er wurde hinter dem japanischen Sieger Ryoyu Kobayashi (138,5+143) und Anze Lanisek aus Slowenien 141+140) bei schwierigen und wechselhaften Bedingungen Dritter - sein erster Podestplatz der Saison.

Skisprung-Weltmeister Karl Geiger verteidigte zwar das Gelbe Trikot des Gesamtführenden, verpasste aber einen weiteren Podestplatz. Der 28 Jahre alte Oberstdorfer belegte nach Sprüngen auf 132,5 und 129 Meter Rang fünf und legte damit weitere Punkte zwischen sich und Rivale Halvor Egner Granerud aus Norwegen, der gar nicht qualifiziert war.  „Über einen fünften Platz kann man sich nicht beschweren“, fand Geiger.

Leyhe: Sprung komplett daneben

Stark auch Pius Paschke (132,5+28,5) als Siebter und Geburtstagskind Constantin Schmid (131,5+118) auf Platz 13. Beide könnten Leyhes Hauptkonkurrenten im Kampf um einen Platz im Olympiateam sein.

Der lange verletzten Schwalefelder hatte es als 18. mit guten 131,0 Meter sicher in den zweiten Durchgang geschafft - anders als Sotschi-Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) auf Rang 31. Mit nur 105 Metern im zweiten Durchgang fiel er im Finale mit rund 95 Punkten Rückstand auf Kobayashi auf Rang 25 zurück. 

Leyhe verwies zwar im ZDF-Interview auf seine schwierigen Bedingungen mit Rückenwind. „Das hatte mit dem Sprung aber nur ein bisschen zu tun, er ging komplett daneben“, suchte der „Preuße“ im Team (Kommentator Stefan Bier) keine Ausreden.

Immerhin kamen sechs weitere Weltcup-Punkte und damit insgesamt schon 50 auf sein Konto. „Nach einem Jahr Pause fehlt ihm noch die Kraft und Konstanz“, meinte Bundestrainer Stefan Horngacher, traut ihm aber schon am Sonntag bei besseren Bedingungen wieder mehr zu.

„Teilweise fühlten sich die Springer im luftleeren Raum“, sagte ZDF-Experte Toni Innauer zu den unterschiedlichen Leistungen an diesem Tag und nahm besonders Leyhe in Schutz. (be/mn).

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