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Michelle Göbel gewinnt Bronze im Team - Platz sechs im Mixed

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Die deutschen Skispringerinnen (von links) Michelle Göbel, Pia Lilian Kübler, Anna-Fay Scharfenberg und Christina Feicht jubeln mit Medaille und Blumenstrauß.
Grüßen als WM-Dritte: Die deutschen Skispringerinnen (von links) Michelle Göbel, Pia Lilian Kübler, Anna-Fay Scharfenberg und Christina Feicht. © Andre Pschera/DSV

+ + + Update + + + Nach Bronze im Teamwettbewerb hat Michelle Göbel bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Zakopane eine zweite Medaille verpasst: Im Mixed landete die Skispringerin des SC Willingen mit dem deutschen Quartett auf Rang sechs.

Zakopane - Auch der ehemalige Schüler des Willinger Skigymnasiums, Simon Spiewok, hatte mit den Junioren des Deutschen Ski-Verbands Bronze im Mannschaftsspringen geholt. Im Mixed sprang der Rang-14. des WM-Einzels vom TuS Neuenrade gemeinsam mit Göbel sowie Pia Liane Kübler und Luca Geyer.

Michelle Göbel hatte schon vor zwei Jahren in Oberwiesenthal, seinerzeit noch mit den inzwischen in den Weltcup aufgerückten Selina Freitag und Josephin Laue, Bronze geholt (diese Angabe haben wir korrigiert). Diesmal schien für das DSV-Quartett der Juniorinnen der zweite Platz möglich zu sein. Während die überragenden Sloweninnen (888,5 Punkte) nicht zu schlagen waren, trennten Japan und Deutschland vor dem letzten Durchgang lediglich 0,3 Punkte.

Doch Nagomi Nakamaya sprang als letzte japanische Springerin mit 98,5 Metern weiter als die gesundheitlich leicht angeschlagene Michele. Die Willingerin musste nach 96,5 Metern im ersten Durchgang nun mit 92 Metern zufrieden sein und bekam auch die schlechteren Noten.

Die Freude bei Christine Feicht (86,5+84,5 m), Anna Fey Schwarzenberg (97+94,5), Pia Lilian Kübler (95+91,5) und der Willingerin, die mit ihrem zehnten Platz beste Deutsche im Einzel gewesen war, war dennoch groß. „Wir sind ein cooles Team“, freute sich die 18-Jährige Göbel.

Michelle Göbel: Mein Team hat mich wieder aufgebaut

Slowenien mit der Einzelweltmeisterin Nika Prevc war eine Nummer zu groß für die sieben übrigen Mannschaften. Japan (784,0) lag mehr als einhundert Punkte hinter dem Weltmeister-Quartett und recht deutlich vor Deutschland (765,0), das wiederum die höher eingeschätzten Österreicherinnen (738,3) sicher hinter sich lassen konnte.

Göbels Leistung ist dabei hoch einzuschätzen, da sie sich nach dem Einzelwettbewerb gesundheitlich nicht auf der Höhe gefühlt hatte und nach dem Training am Vortag auch den Probedurchgang auslassen musste. Noch am frühen Morgen klagte sie über Kreislaufprobleme. „Mein wahnsinnig cooles Team hat mich wieder aufgebaut, mir Mut gemacht und schon deswegen bin ich stolz, dass wir zusammen eine Medaille gewonnen haben“, jubelte Göbel nach der Siegerehrung.

Doch am Sonntag hatte sie ebenfalls ihre Probleme. Nachdem sie den Probesprung ausgelassen hatte, landete sie im ersten Durchgang des Mixed-Wettbewerbs nur bei 83,5 Metern; im zweiten waren es dann ordentliche 90 Meter. Spiewok zeigte zwei Sprünge auf jeweils 97,5 Meter und erzielte damit die zweitmeisten Punkte im deutschen Team (211,9) hinter Geyer (216,5) und vor Kübler (170,6) sowie Göbel (155,9).

„Auch heute ging es mir nicht wirklich gut. Aber ich habe mich zusammen gerissen und das beste daraus gemacht“, kommentierte Michelle Göbel ihren letzten Auftritt bei dieser JWM. Den Titel holten die überragenden Österreicher mit Einzel-Weltmeister Daniel Tschofenig (884,4). Slowenien (819,0) gewann Silbervor Norwegen (772,5). Vor Deutschland (754,9)l lagen noch Japan (765,9) und Frankreich (759,8).

Im Mannschaftsspringen der Junioren stand Spiewok mit 102,5 und 102 Meter die größten Weiten im DSV-Quartett vor Luca Geyer (102+100,5), Finn Braun (95,5+98) und Ben Bayer (95,5+94,5). Das DSV-Quartett landete mit 963 Punkten hinter Österreich (1038,5) und Norwegen (982,7) auf Rang drei. (be/red)

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