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Stephan Leyhe: Willingen kann kommen

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Von: Gerhard Menkel

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Stephan Leyhe auf dem Balken der Hochfirstschanze
Bereit machen zum Abflug: Stephan Leyhe hat auf dem Balken der Hochfirstschanze Platz genommen und wartet dann auf das Abfahrtssignal. © imago

Willingen kann kommen. Stephan Leyhe hat mit zwei Top-Ten-Platzierungen beim Weltcup in seiner zweiten Heimat Schwarzwald gezeigt, dass er für sein Heimspiel auf der Mühlenkopfschanze gerüstet ist.

Titisee-Neustadt - Am Weltcup-Sonntag in Titisee-Neustadt, wo Karl Geiger wie tags zuvor abermals triumphierte, erreichte Leyhe Rang zehn, zwei Plätze schlechter als am Samstag, und sprach von einem gelungenes Wochenende. „Mit den Ergebnissen bin ich zufrieden“, ließ er wissen und fügte hinzu: „Ein gelungener Prozess in dieser Woche. Es geht wieder stetig bergauf.“

131 Meter bedeuteten nach dem ersten Wettkampfsprung erneut Platz acht , den der Mann vom Ski-Club Willingen mit 130 Meter im Finale nicht ganz behaupten konnte. Mit 253,8 Punkten lag er als erneute Nummer drei im Team von Bundestrainer Stefan Horngacher 29 Zähler hinter Geiger. Der Oberstdorfer, zur Halbzeit noch Vierter, gewann nach Sprüngen auf 131,0 und 143,0 Meter (282,7 Punkte) wie am Vortag vor dem Slowenen Anze Lanisek (280,5).

Überraschung: Paschke für Olympia nominiert

Mit 13 Karrieresiegen hat der Allgäuer nun einen mehr als der frühere Tournee-Sieger Dieter Thoma auf dem Konto. Markus Eisenbichler (Siegsdorf/275,3) fiel bei schwierigen Bedingungen von Platz zwei noch um eine Position zurück.

Nach dem Stelldichein auf dem Mühlenkopf, wo Leyhe vor seinem Kreuzbandriss den ersten und bisher einzigen Weltcupsieg seiner Karriere gefeiert hatte, fliegt Leyhe zusammen mit Geiger, Eisenbichler sowie Constantin Schmid und überraschend Pius Paschke zu seinen zweiten Olympischen Winterspielen.

Paschke, der in Titisee-Neustadt an beiden Tagen das Finale der besten 30 knapp verpasste,  und Schmid wurden am Sonntag vom DOSB auf Vorschlag von Stefan Horngacher nachnominiert. Die beiden Olympiasieger Andreas Wellinger, der im Schwarzwald nach einem positive CoronaTest ausgefallen war, und Severin Freund, der bis Sonntag nur die halbe Norm erfüllt hatte, müssen weiter trainieren und sich fit halten, falls einer der Olympia-Starter noch ausfallen sollte.

Leyhe stockt auf 250 Weltcup-Punkte auf

Acht Deutsche standen im Finale. Da auch Constantin Schmid, nach langer Zeit wieder Richard Freitag oder die Youngster Justin Lisso und Philipp Raymond Weltcup-Punkte sammelten, stimmte Horngacher in deren Fazit „mega cool“ ein. Er ist sich auch sicher, Paschke in Willingen oder notfalls auch in Peking in die Spur zu bekommen. „Heute kann ich auf die ganze Mannschaft stolz sein.“

Stephan Leyhe bilanzierte sein erfolgreichstes Wochenende seit dem Tournee-Einstieg. Die vorzeitige Olympia-Nominierung hatte bei ihm den Knoten platzen lassen und er rechtfertigte das Vertrauen von Horngacher. In der Gesamtwertung des Weltcup ist der Schwalefelder mit 250 Punkten 16. Im gelben Leibchen des Spitzenreiters tritt Karl Geiger in Willingen an, er überflügelte mit 1097 Zählern den Japaner Ryoyu Kobayashi (1036). (be/mn)

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