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Stephan Leyhe feiert bisher bestes Weltcup-Resultat des Winters

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Von: Gerhard Menkel

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Skispringer in der Luft
Erst 14., am Ende Achter: Stephan Leyhe überzeugte auf der Schanze von Titisee-Neustadt. © THOMAS KIENZLE/dpa

Stephan Leyhe hat mit Platz acht beim Heimspiel in Titisee-Neustadt sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis in diesem Winter geschafft. Überhaupt legten die deutschen Skispringer einen extra-starken Wettkampf hin. Doch einer trug Trauer.

Titisee-Neustadt - Nach seinem zweiten Sprung, der ihn auf 136 Meter trug - viereinhalb Meter weiter als als im ersten Durchgang - gönnte sich Leyhe im Auslauf einen kleinen Hüpfer, dann schüttelte er strahlend die Faust: Zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking und kurz vor seinem Auftritt in der alten Heimat Willingen bekommt der 30-Jährige offenbar richtig in Form.

„Von Sprung zu Sprung besser“, erklärte Leyhe. „Es war ein guter Wettkampf.“ Der zweite Sprung habe „richtig Spaß gemacht“. Wie auch nicht. Mit seinen 267 Punkten lag der Mann vom Ski-Club Willingen in seiner Wahlheimat Schwarzwald als drittbester Deutscher eine zeitlang auf einem Podiumsplatz und verbesserte sich gegenüber dem ersten Sprung um sechs Plätze.

Nur 21,3 Zähler trennten den Schwalefelder von Karl Geiger. Der 28-Jährige sprang am Samstag 132 und 141 Meter weit und gewann damit vor dem Slowenen Anze Lanisek und Markus Eisenbichler, der bei 132,5 und 132 Metern landete.

An einem guten Tag für das deutsche Skispringen holten auch Constantin Schmid (9.), der talentierte Justin Lisso (11.), Severin Freund (17.), Altmeister Richard Freitag (21.) und Philipp Raimund (27.) noch Weltcup-Punkte. Geiger holte sich mit dem zwölften Weltcupsieg seiner Karriere die Führung im Gesamtweltcup vom Japaner Ryoyu Kobayashi zurück, der Fünfter wurde.

Horngacher lobt Leyhes zweiten Sprung

„Heute hat auch Stephan wieder einmal einen raus gelassen“, lobte Bundestrainer Stefan Hiorngacher, der in Neustadt lebt und nur über die Straße zur Schanze gehen muss, den wie Geiger und Eisenbichler bereits nominierten „Upland-Adler“. Unbelastet von den Nominierungs-Diskussionen um Ticket Nummer vier und fünf stand Leyhe den drittweitesten Sprung im Finale und erzielte 32 weitere Weltcup-Punkte.

 Horngacher zog sich anschließend mit seinem Trainerteam zurück, um den Sachstand noch einmal zu beraten. Olympiasieger Andreas Wellinger war wegen Corona ausgefallen, hat aber anders als Severin Freund die Norm erfüllt. Team-Weltmeister Freund (Rastbüchl) vergab als 17. seine letzte Chance.

HInter Geiger, Eisenbichler und Leyhe überzeugte Constantin Schmid am meisten. Der 22-Jährige belegte den neunten Platz und empfahl sich damit für ein Peking-Ticket.  Die Entscheidung, wer noch mit zu Olympia fährt, will der DSV an diesem Sonntagmorgen belkanntgeben.. (be/mn/sid)

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