Upländer noch nicht ganz in Tourneeform

Platz 25 am Sonntag: Stephan Leyhe hadert im Finale mit der Symmetrie

Nicht ganz symmetrisch waren einige Sprünge von Stephan Leyhe. Mit jeweils einem schwachen Finalsprung verpasste der Schwalefelder eine Top20-Platzierung.
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Nicht ganz symmetrisch waren einige Sprünge von Stephan Leyhe. Mit jeweils einem schwachen Finalsprung verpasste der Schwalefelder eine Top20-Platzierung.

Sitzt jetzt doch ein nachdenklicher Stephan Leyhe unterm Weihnachtsbaum? Zwei Plätze weit jenseits der Top 20 in der Schweiz haben den Skispringer aus Schwalefeld jedenfalls nicht in Tournee-Stimmung gebracht.

Engelberg/Willingen - Karl Geiger kann nach Weihnachten mit breiter Brust und im Gelben Trikot in seiner Oberstdorfer Heimat in die 70. Vierschanzentournee und das erwartete Duell mir Ryoyu Kobayashi starten. Markus Eisenbichler oder auch Stephan Leyhe sind dagegen bei der Generalprobe am Wochenende in Engelberg in über 1000 Metern Höhe doch noch einmal ins Grübeln gekommen.

Geiger gewann am ersten Tag mit 137 und einem Traumsprung auf 140 m schon zum zweiten Mal in diesem Winter, sein insgesamt elfter Weltcupsieg. Der Japaner Kobayashi und der Slowene Zajc sprangen hinter ihm auf das Podest. Am Sonntag hieß der Sieger dann zum dritten Mal im olympischen Winter Kobayashi (306,0 Punkte/132,5+136,5 Meter) deutlich vor Geiger (293,8/135+131,5) und Norwegens Marius Lindvik (293,5/133+138,5) . „Ich bin zufrieden. Ein echt gutes Wochenende, auch wenn der Vorsprung von Ryoyu heute schon eine Hausnummer ist“, freute sich auch Geiger auf Weihnachten im Kreis der Familie.

Leyhe fällt im zweiten Durchgang von Platz 12 auf 25 zurück

Der Schweizer Kilian Peier, der wie Leyhe und der Norweger Fannemel nach einem Kreuzbandriss in den Weltcup zurückgekehrt ist und nach dem ersten Durchgang geführt hatte, verpasste als Vierter wie am Vortag das Podest. Pius Paschke (9./133+134) und Constantin Schmid (11./130+135) ) kratzten an den Top ten. Olympiasieger Andreas Wellinger landete nach verpasstem Finaldurchgang am Samstag zum Abschluss auf Rang 18.

Markus Eisenbichler hatte sich am ersten Tag Rang 27 mit 239,1 Punkten ex aequo mit dem Stephan Leyhe teilen müssen . Am Sonntag verfehlte „Eisei“ dann sogar das Finale der besten 30 . „Die Schanze spricht nicht mit mir“, haderte „Eisei“ über das verlorene Wochenende.

Auch Leyhe war trotz 130,5+126 m nicht zufrieden. Am Sonntag schien es dann nach 116,5 Metern in der Qualifikation wieder etwas besser zu laufen. Platz 12 nach dem ersten Durchgang mit 129 Metern - die Top ten in Reichweite . Doch nach 121 Metern fiel Leyhe nach ungewohnt unruhigem Flug auf Rang 25 zurück, am Ende lag er fast 60 Punkte hinter dem Besten. Kein Wunder bei zwei Metern pro Sekunde Wind - „Seitenwind, für den es keine Bonuspunkte gibt“, so ZDF-Experte Toni Innauer. Dadurch wurde der Upland-Adler nach dem Absprung nach links verdreht.

Leyhe arbeitet an der Symmetrie

„Da war keine Symmetrie drin“, erkannte Innauer - und hatte das Stichwort zu Leyhes Wochenende genannt. Der Wahl-Schwarzwälder hat diese derzeit weit oben auf seiner To-Do-Liste fürs Training stehen. „Die beiden Sprünge davor waren eigentlich gut, der letzte war jetzt wieder ein bisschen daneben. „Wenn man an der Symmetrie arbeitet, sind solche Bedingungen Gift“, meinte der Willinger nach dem Finalsprung. Gleichwohl freute er jetzt auf die „wohlverdiente Weihnachtspause“.

Die geht am 28. Dezember weiter mit dem Klassiker Vierschanzentournee. Und mit sieben DSV-Springern. Denn Severin Freund holte am Wochenende in Ruka kam in Ruka im Continental Cup mit guten Platzierungen den siebten Quoten-Startplatz für die DSV-Adler bei der Tournee. Zwei Mal darf der DSV im Weltcup auch eine nationale Gruppe einsetzen. Bisher tat er es immer während der Tournee in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen. Diesmal kommen offfenbar auch die anderen deutschen Weltcuporte, darunter auch Willingen, dafür in Frage. (be)

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