Ende Januar erneut ein „Geisterspringen“

Skisprung-Weltcup in Willingen wieder ohne Zuschauer

Skispringer vor leeren Rängen an der Willinger Mühlenkopfschanze
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Die große Leere: Auch beim kommenden Weltcup bleiben die Zuschauerränge an der Willinger Mühlenkopfschanze unbesetzt.

Schwerer Schlag für den Ski-Club Willingen: Auch der Skisprung-Weltcup Ende Januar 2022 findet wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer statt, teilte der Verein mit.

Willingen - „Wir sind sehr enttäuscht, dass erneut keine Fans an die Mühlenkopfschanze eingelassen werden dürfen, aber die Gesundheit für alle hat Vorrang in diesen für alle schweren Zeiten,“ sagte Ski-Club Präsident und Weltcup-OK-Chef Jürgen Hensel. Schon der Weltcup im zurückliegenden Winter war als „Geisterspringen“ vor leeren Rängen über die Bühne gegangen.

Dass die Fans abermals ausgeschlossen werden, hatte sich nach der Bund-Länder-Runde am Montag angekündigt. Um Infektionen mit der aggressiven Omikron-Variante möglichst gering zu halten, hatte sie unter anderem ein Zuschauerverbot bei Sportgroßveranstaltungen ab dem 28. Dezember beschlossen.

Preis für gekaufte Tickets wird erstattet

Daraufhin habe der Landkreis Waldeck-Frankenberg den Ski-Club schriftlich darüber informiert, dass keine Zuschauer zum Weltcup ins Stadion an der Mühlenkopfschanze dürfen. „Diejenigen, die bereits Karten gekauft haben, sollen diese kurzfristig erstattet bekommen “, erklärte Hensel weiter. Das Besucherverbot ist besonders schade, weil vom 28. bis 30. Januar bei der Olympia-Generalprobe erstmals auch die Skispringerinnen in Willingen im Weltcup zu Gast sind.

Der Ski-Club hatte Anfang Oktober den Ticketverkauf gestartet. Die Zuversicht war groß, dass zumindest eine kleinere Anzahl von Zuschauern die Springen hätte live verfolgen können. Zuvor hatte es ein Abstimmungsgespräch mit dem Landkreis und dem zuständigen Gesundheitsamt über die Anzahl gegeben.

„Wir hatten ab Sommer gleich mit der 2G-Regel geplant und alles perfekt vorbereitet. Aber wegen der neuen Virusvariante lässt sich das leider nicht umsetzen“, sagte Jürgen Hensel. Es hätte die Möglichkeit gegeben, Zuschauer auf der Sitzplatztribüne und im Stadion mit Abständen zu platzieren. Doch die neuen Corona-Beschlüsse durchkreuzten alle Pläne.

Auch der kommende Weltcup wird, wie bereits der im letzten Januar, wieder mit einem großen Hygieneaufwand stattfinden. In allen Bereichen werden die Personalkapazitäten während der Wettbewerbe auf ein absolutes Minimum reduziert. „Aber wir lassen uns nicht entmutigen“, betonte Hensel. „Wir hoffen, dass der FIS Skisprung Weltcup 2023 dann wieder in bewährter Form und mit möglichst vielen Zuschauern stattfinden wird.“ (mn)

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