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Stephan Leyhe wird wieder 15. und ist für Horngacher der „Diesel“

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Stephan Leyhe (Deutschland), auf der Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt
Guter Flug, etwas wacklige Landung: Stephan Leyhe schwebt im ersten Durchgang auf der Hochfirstschanze talwärts. © IMAGO/Eibner/Memmler

Gut zwei Wochen vor Beginn der Vierschanzentournee zeigten die deutschen Skispringen beim Weltcup in Titisee-Neustadt weiter aufsteigende Form – auch Stephan Leyhe.

Titisee-Neustadt – Allerdings flog das DSV-Aufgebot nach zwei dritten Plätzen für Karl Geiger am Freitag und das Mixed-Team am Samstag zum Abschluss des ersten Heim-Weltcups der Saison knapp am Podest vorbei. Leyhe wiederholte beim überlegenen Sieg des polnischen Weltcup-Spitzenreiters Dawid Kubacki (139,5+143 Meter) unter den Augen von in den Schwarzwald gereisten „Free Willis“ seinen 15. Platz vom Freitag.

Bei Weiten von 132,5 und 133 Meter (255,1 Punkte) kostete den Mann vom Ski-Club Willingen ein Wackler nach der Landung im ersten Versuch den Sprung unter die Top Ten. Auf sein Weltcup-Konto schob er wieder 16 Punkte und steht nun bei 42.

Karl Geiger wurde als bester Deutscher Fünfter, punktgleich mit dem Norweger Granerud. Geiger flog von der Hochfirstschanze auf 132,0 und 138,0 Meter, mit 273,4 Punkten fehlten ihm umgerechnet rund fünf Meter zum Podest. Überflieger Kubacki (309,7 Punkte) hatte einen klaren Vorsprung vor Anze Lanisek (Slowenien/284,0) und Österreichs Weltmeister Stefan Kraft (283,1).

Horngacher nennt Leyhe den „Diesel aus Willingen“

Zweitbester Deutscher war Markus Eisenbichler (128,5+ 135,5/265,2) auf Platz neun. Pius Paschke (128,5+133,5/259,4) auf Platz 13. Constantin Schmid als 21. und Olympiasieger Andreas Wellinger als 27. sprangen immerhin solide in die Punkte.

„Wir wollen uns sukzessive bis zur Tournee wieder an die Weltspitze heranpirschen“, sagte Bundestrainer Stephan Horngacher. Er verpasste unterdessen „Langsamstarter“ Leyhe einen neuen Spitznamen: „Der Diesel aus Willingen“. Der Motor des „Upland-Adlers“ läuft auch in diesem Winter nur langsam warm.

„Aber wenn er ins Laufen kommt, mein System stimmt, dann wird es wieder“, kommentierte der Wahl-Schwarzwälder sein Wochenende beim „Heimweltcup“ auch im Hinblick auf den ersten Saisonhöhepunkt zur Jahreswende.

Leyhe war durchaus zufrieden: „Kein Ausreißer nach oben, aber auch keiner nach unten. Zwei Mal im Finale und unter den Top 15, das passt schon.“ Ohne den „kleinen Kick“ (O-Ton Leyhe), die kleine Unaufmerksamkeit nach der Landung im ersten Durchgang (Toni Innauer im ZDF: „Leyhes bester Sprung in dieser Saison“) hätte er sicherlich mit seinen vor ihm rangierenden Teamkollegen gleichgezogen.

Der Platz in der Mannschaft, den er vor dem Saisonauftakt in Wisla bei einer internen Ausscheidung knapp an Paschke verloren hatte, ist wieder gesichert. Ohnehin kommt der DSV dem avisierten siebten Quotenplatz im Weltcup immer näher: Philipp Raimund erfüllte im Continental Cup mit einem Sieg sowie Platz zwei in Vikersund seinen Auftrag voll und ganz. (be)

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