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Ticker zum Weltcup Willingen: Marius Lindvik siegt, Karl Geiger wieder in Gelb

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Von: Gerhard Menkel

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Skispringer mit Helm und Brille winkt
Grüßt freundlich als Gewinner: Der Norweger Marius Lindvik hat die Generalprobe für Olympia für sich entschieden. © INA FASSBENDER

Dritter Tag des Skisprung-Weltcups in Willingen: Die Frauen haben ihre Premiere trotz viel Wind mit Bravour beendet, die Männer zwei Durchgänge ins Tal gebracht. Wir verabschieden uns.

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+ + + 17.05 Uhr: Marius Lindvik hat den letzten Weltcup vor Olympia gewonnen. Der Norweger, am Samstag Dritter, siegte in Willingen nach einem starken Wettkampf mit 140,5 und 144,5 Metern. Gute Nachricht aus deutscher Sicht: Karl Geiger (139,5 und 140 m) holte sich als Rangzweiter, zwei Plätze vor Ryoyu Kobayashi, das Gelbe Trikot des Weltcup-Führenden zurück. Dritter wurde der nach dem ersten Durchgang führende Slowene Cene Prevc (140 + 133,5)..

Markus Eisenbichler fiel nach auf Rang zwölf zurück und schimpfte anschließend wie ein Rohrspatz, dass er nicht auf bessere Bedingungen haben warten dürfen. Stephan Leyhe war, wie so oft, drittbester Deutscher und verbesserte sich leicht auf Rang 18. Für Andy Wellinger bleib Platz 23, Severin Freund wurde 25.

+ + + 16.45 Uhr: Ein solider, aber kein überragender Sprung von Stephan Leyhe. Der Mann vom Ski-Club Willingen landet bei 130,5 Metern. „Die Sprünge waren nicht Besonderes, aber alles im Rahmen“, sagte er. Demn Topsprung des zweiten Durchgangs hat bis Ryoyu Kobayashi gelandet: 152,0 Meter - natürlich die Führung nach 21 Springern im Finale.

+ + + 16.15 Uhr: Es sieht nicht nach einem erneut Erfolg von Ryoyu Kobayashi hier in Willingen aus. Mit 128,0 Metern ist der Japaner niur Zwölfter - und vielleicht kann ihm Karl Geiger das Gelbe Trikot des Weltcup-Spitzenreiters ja wieder entreißen. Mit 139,5 Meter liegt er als Fünfter deutlich besser im Rennen, ihn trennen vom gut acht Punkte.

Skispringer fast waagerecht in der Luft
Fliegt bei Halbzeit gut im Rennen: Markus Eisenbichler ist aktuell Dritter. © INA FASSBENDER

Bester Deutscher ist im Moment Markus Eisenbichler, 144 Meter bedeuten Platz drei. Vor ihm rangieren überraschend der Slowene Cene Prvec mit 148 Metern und der Japaner Daiko Ito, der auf 144,5 kam. Stephan Leyhe ist 22. , noch hinter ihm reihen sich Andy Wellinger (25.) und Severin Freund (26.) ein.

+ + + 15.55 Uhr: Schade, Stephan Leyhe hat seinen guten Wettkampf vom Samstag nicht bestätigen können. Ihm fehlt die Unterstützung in der Luft, er landet bei 123,5 Meter. Er habe zu wenig Wind gehabt im Gegensatz zum Samstag, das mache es schwierig, sagte er. Platz neun, er ist auf jeden Fall im Finale dabei, anders als Constantin Schmid (105 m) und Pius Paschke (116,5).

+ + + 15:40 Uhr: Der Wettkampf läuft recht glatt, die Jury hat schon zweimal den Anlauf verkürzt. Severin Freund ist als erster Deutscher unter, kann aber nicht seine Leistung vom Samstag anknüpfen: 122,5 Meter. Immerhion ist er damit, für das finale qualifiziert. Andreas Wellinger rangiert mit 124 Metern direkt vor seinem Teamkollegen.

+ + + 15:00 Uhr: Den Prolog haben sie ausgelassen, trotzdem scheinen die Chancen nicht schlecht zu stehen, dass der Weltcup der Männer komplett über die Mühlenkopfschanze gehen kann. Der Wind ist jedenfalls ein wenig schwächer geworden. , weht aber immer noch stramm. 47 Springer stehen auf der Liste.

Skispringer mit Mütze und Ski, Gesicht halb verborgen
Macht er seinen zweiten Coup perfekt? Ryoyu Kobayashi, der Gewinner in Willingen vom Samstag. © INA FASSBENDER

+ + + 13:30 Uhr: Die Frauen sind doch noch richtig ins Fliegen gekommen - der Schanzenrekord von Aleksandra Kustova hat nicht lange gehalten. Nika Kriznar aus Slowenien stelle die Bestmarke auf 151 Meter - dabei hatte die Weltcup-Fünfte zwei Luken weniger Anlauf (12 statt 14).

Skispringerin freut sich unbändig.
Das pure Entzücken: Nika Kriznar kann ihrem Sprung auf 151 Meter selbst kaum fassen. © Arne Dedert/dpa

Die 21Jährige gewann damit den Weltcup - wie am Samstag entschied sich die Jury nach dem ersten Durchgang aufzuhören. Zweite wie am Vortag wurde Katharina Althaus. Deutschlands Topfliegerin kam aus Luke elf auf 145 Meter und strahlte anschließend über das ganze Gesicht.

Dritte unter den 22 Starterinnen wurde Kustova. Juliane Seyfarth reihte sich auf Platz 15 ein, vier Plätze dahinter Pauline Heßler.

+ + + 12.55 Uhr: Das Springen läuft , wenn auch mit stetigen Unterbrechungen - und für eine ging es ganz weiter hinunter. Aleksandra Kustova aus Russland erwischte idealen Aufwind und ließ sich auf 150 Meter tragen. Neuer Schanzenrekord für die Skispringerinnen durch die 23-Jährige. Danach ging die Jury erst ein, dann ein weiteres Gate nach unten.

Stark auch Frida Westmann: Mit ihren 133,5 setzt sich die Schwedin, Zehnte am Samstag, vorerst auf Platz zwei fest. Die deutschen Springerinnen , die bisher unten sind, fremdeln weiter mit der Mühlenkopfschanze. Julian Seyfarth landete immerhin noch bei 107,0 Meter, Pauline Heßler brachte lediglich 93,5 Meter ins Tal.

+ + + 12.20 Uhr: Jetzt also doch. Der zweite Weltcup der Frauen in Willingen soll gestartet werden. Offizielle Zeit: 12.30 Uhr. Sehr wahrscheinlich wird es nur einen Durchgang geben wird.

Skispringerin bei Siegerehrung
Strahlte am Samstag als Siegerin, erfuhr am Sonntag vom positiven Testergebnis: Sara Marita Kramer bei der Siegerehrung am Mühlenkopf. © INA FASSBENDER

+ + + 11.15 Uhr: Was bisher nur ein Gerücht war, hat sich bestätigt: Bei der positiv getesteten Athletin im Team Österreichs handelt es sich um Marita Kramer, die am Samstag den Weltcup in Willingen gewonnen hat. Das bestätigte mittlerweile der Österreichische Ski-Verband. Kramer ist eine der größten Olympia-Hoffnungen des Österreichschichen Ski-Verbands. Wie der ÖSV mitgeteilt habe, bleibe ein Antreten bei den Winterspielen in Peking aber „aufgrund des hohen CT-Werts das Ziel“.

Erklärung des Österreichischen Ski-Verbands

 „Trotz strengster Auflagen und aller denkbaren Vorsichtsmaßnahmen wurde ÖSV-Skispringerin Marita Kramer in Willingen (GER) beim letzten routinemäßigen PCR-Test vor dem geplanten Olympia-Abflug positiv auf das Covid-Virus getestet.  
  
Aufgrund des hohen CT-Werts bleibt ein Antreten bei den Olympischen Spielen das Ziel.  
  
Derzeit wird seitens der Verantwortlichen des ÖOC und des ÖSV an einem Zeitplan gearbeitet, um einen Start der Weltcup-Führenden bei den Olympischen Spielen in Peking zu ermöglichen.  
  
Die Athletin hat keine Symptome und befindet sich derzeit isoliert vom Rest der Mannschaft auf der Heimreise, wo sie umgehend einen weiteren Covid-Test machen wird.  
  
Die Einreisebestimmungen für die Olympischen Spiele erfordern aktuell infolge eines positiven Testergebnisses vier aufeinanderfolgende, behördlich zertifizierte, negative PCR-Testergebnisse (im zeitlichen Abstand von mindestens 24h).  
  
Alle weiteren Testergebnisse des österreichischen Kontingents in Willingen waren negativ.  
  
Um die Risiken für den Rest der Damen-Mannschaft zu minimieren, hat man bereits die Heimreise aus Willingen angetreten, um sich ebenfalls zusätzlichen Covid-Tests zu unterziehen.  
  
Der für Montag geplante Abflug der Damen-Mannschaft wird deshalb um zumindest einen Tag verschoben.  

+ + + 10.40 Uhr: Sollte das Springen der Frauen stattfinden, ist Selina Freitag nicht dabei, wie Bundestrainer Maximilian Mechler am Morgen bestätigte: „Die Nacht war etwas unruhig, und heute früh hat sie es schon noch deutlich gemerkt. Dann haben wir entschieden: Sie springt heute nicht. Aber soweit geht‘s ihr ganz gut, und wir sind ganz zuversichtlich, dass sie bis nächste Woche wieder fit ist.“

+ + + 10.30 Uhr: Es sieht nicht gut aus. Die Jury hat sich auf 10,.50 Uhr vertagt und will dann entscheiden, ob was geht.

So geht es der gestürzten Selina Freitag

Gute Nachrichten gibt es von Selina Freitag, die am Samstag schwer gestürzt war. Sie sei „froh, dass nichts Gröberes passiert ist. Klar tut mir die rechte Seite weh, aber ansonsten geht es mir gut“, sagte Selina Freitag nur wenige Stunden nach ihrem Sturz.

Da ihr Vater Holger und ihr Bruder Richard ebenfalls Weltcups gewonnen haben, konnten sie ihr Tipps geben. „Es gab von Zuhause den Rat, dass ich eine Runde laufen gehen und die Muskulatur etwas lockern soll. Das habe ich eben auch gemacht. Jetzt werde ich noch ein, zwei Stunden bei unserer Physiotherapeutin in Anschluss nehmen, dann geht es noch besser“, so die 20-Jährige.

Ihrer Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking, die in der kommenden Woche beginnen, steht der Sturz nicht im Wege. Auch ein Start beim zweiten Einzelspringen am Sonntag in Willingen sei nicht ausgeschlossen: „Wenn mir am Morgen nach dem Aufstehen nach Skispringen ist, würde ich es gerne versuchen. Das wäre auch für den Kopf wichtig.“

Skispringerin inmitten von Helfern mit Daumen hoch
Daumen hoch: Selina Freitag zeigt nach ihrem Sturz, dass sie glimpflich davongekommen ist. © Arne Dedert

Zumal ihr bereits klar sei, wie es zu dem Schreckmoment kommen konnte: „Ich bin zu früh aus der Spannung gegangen und dann kam noch etwas Wind. Der hat mir die Ski dann verdreht. Und es ging so schnell, dass ich gar nicht mehr reagieren konnte. Ich habe zunächst keine Luft mehr bekommen, sodass ich erst einmal geschrien habe.“

+ + + 9.45 Uhr: „Nadja“, das Orkantief, und Corona halten die Aktiven und die Organisation in Atem. Wegen des Sturms ist der Prolog der Springerinnen abgesagt worden; die Jury will um 10 Uhr entscheiden, wie es weitergeht.

Ein Corona-Drama gibt es um Österreichs-Frauen: Eine Springerin im Team ist positiv getestet worden, die Mannschaft mit Marita Kramer, der Siegerin des Premieren-Weltcups am Samstag, ist abgereist.

Die Athletin habe keine Symptome und fühle sich wohl, teilte das Presseteam des Weltcups mit . Die betroffene Person sei sofort isoliert worden. „Nach Rücksprache und in Absprache mit den örtlichen Behörden hat das Team-Management beschlossen, am heutigen zweiten Wettkampf in Willingen nicht teilzunehmen und stattdessen mit der gesamten Damenmannschaft die Heimreise anzutreten.“ hieß es weiter.

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