1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Top 5 des Wochenendes: So eine Aufholjagd gab es noch nie

Erstellt:

Von: Maximilian Bülau, Torsten Kohlhaase

Kommentare

Greg Joseph.
Zwei, die sich nicht aus der Ruhe bringen ließen: Darts-Profi Florian Hempel (links) und Kombinierer Vincenz Geiger. © Stephen Maturen/afp

Der Sport hat viel mehr zu bieten als nur blanke Ergebnisse. Herzergreifendes, Kurioses und Spektakuläres fassen wir wie gewohnt in unserer Top 5 des Wochenendes zusammen.

Heute geht es vor allem um Aufholjagden und schlechte Starts, nach denen es trotzdem noch etwas wurde mit dem Triumph.

1. Nach 0:33 noch gewonnen: Selbst in der NFL, der US-Profiliga der American Footballer, die schon für so viele unglaubliche Geschichten gesorgt hat, hatte es das noch nicht gegeben. Und das zeigt, wie besonders dieses Spiel zwischen den Minnesota Vikings und den Indianapolis Colts war. Wie besonders dieser Verlauf war. Zur Halbzeit lagen die Vikings 0:33 zurück. Und klar, im American Football können innerhalb kürzester Zeit noch einige Punkte fallen. Aber eine solche Aufholjagd hatte es eben auch in dieser Sportart noch nicht gegeben. Eine halbe Stunde Spielzeit und zwei Viertel später stand es dann 36:36 – Overtime. Und in dieser sorgte Minnesotas Kicker Greg Joseph für die Entscheidung. Der 39:36-Erfolg gegen die Colts sicherte den Vikings den Einzug in die Playoffs – und einen Eintrag in die Geschichtsbücher. Nie zuvor hatte ein Team einen solch hohen Rückstand aufgeholt. Die Bestmarke lag bislang bei 32 Zählern Rückstand, die die Buffalo Bills 1993 gegen die Houston Oilers in einen Sieg wandelten.

2. Von Platz 14 noch auf eins: Diesen Rückstand hatte Vincenz Geiger zunächst nach dem Springen. Und dann schlug die große Stunde des Kombinierers. Der holte nämlich über die abschließenden zehn Kilometer mehr als eine Minute auf, ließ den norwegischen Überflieger Jarl Magnus Riiber auf der Strecke staunend zurück und feierte in Ramsau seinen ersten Saisonsieg. Damit nicht genug: Die erst 16 Jahre alte Schwarzwälderin Nathalie Armbruster lief in Slowenien zum dritten Mal im dritten Saisonrennen als Dritte aufs Podest. Keine schlechte Bilanz.

3. Die Wut unterdrückt und aufs Podest gefahren: Ein Cappuccino, ein Spaziergang und ein bisschen Yoga – das waren die Zutaten, mit denen Kira Weidle ihren enttäuschenden 24. Platz in der Sprint-Abfahrt von St. Moritz vergessen machen wollte. Und es klappte. Am Tag danach raste die Skirennläuferin im Riesenslalom auf Platz drei – der erste Podestplatz der Saison für das deutsche Alpin-Team.

4. Trotz falscher Musik nicht verunsichern lassen: Eigentlich läuft Darts-Profi Florian Hempel mit dem Lied „Kölsche Jung“ von der Band Brings auf die Bühne. Das sollte auch bei der WM in London so sein. Doch stattdessen schallte „Rocket Man“ von Elton John aus den Boxen. Er gab hinterher zu, dass ihn das verunsichert hat. Dennoch zeigte sich der Kölsche Jung dann wie ein Raketenmann und zog durch einen 3:2-Sieg gegen Keegan Brown in die 2. Runde ein.

5. Trotz Aufholjagd nicht verunsichern lassen: Sie lagen 3:0 vorn, kassierten dann zwei Treffer innerhalb von nicht einmal sechs Minuten und gewannen am Ende dennoch mit 5:2. Die Hannover Scorpions feierten im Eishockey-Stadtduell gegen die Indians allerdings nicht irgendeinen Sieg. Es war der Triumph im Fußballstadion vor 35 000 Zuschauern – Rekord für eine Partie in der Oberliga. Bei den Scorpions standen unter anderen die Ex-Kasseler Alex Heinrich, Patrick Klöpper, Louis Trattner sowie Christoph und Lukas Koziol im Team, bei den Indians Branislav Pohanka. (Maximilian Bülau und Torsten Kohlhaase)

Auch interessant

Kommentare