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„Ganz entscheidend: viel trinken“ - So trainieren bekannte Sportler aus dieser Region bei großer Hitze

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Von: Björn Mahr

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Abkühlung: Ein Sportler schüttet sich nach dem Laufen kaltes Wasser in den Nacken.
Abkühlung: Ein Sportler schüttet sich nach dem Laufen kaltes Wasser in den Nacken. © Imago/Westend61

Heute gehen die Temperaturen wieder deutlich über 30 Grad. So trainieren bekannte Sportler aus dieser Region bei großer Hitze.

Kassel - Heute sind in dieser Region wieder Temperaturen jenseits der 30 Grad zu erwarten. Das stellt auch viele ambitionierte Sportler vor besondere Herausforderungen. Wir haben einige bekannte Sportler gefragt, wie sie bei dieser Hitze ihr Trainings- und Wettkampfprogramm absolvieren.

Julius Kühn Melsunger Handball-Profi
Julius Kühn, Melsunger Handball-Profi © Fischer, Andreas

Julius Kühn (29 Jahre/Spieler des Handball-Bundesligisten MT Melsungen): „Grundsätzlich versuche ich, früh am Tag zu laufen. Da ich allerdings ein Langschläfer bin, mache ich mich dann doch nicht selten in der Mittagshitze auf den Weg. Dabei achte ich sehr darauf, ausreichend Wasser zu trinken. Danach gibt es immer einen Protein-shake mit Pistaziengeschmack. Bestenfalls suche ich mir nach der Laufeinheit einen See, in dem ich mich abkühlen kann. Wenn Intervallläufe auf dem Programm stehen, dann teile ich mir das gern so ein, dass ich dann jedes kleine Stück Schatten mitnehme, wenn das Tempo etwas niedriger ist.“

Frederic Brill Fußballer des KSV Hessen
Frederic Brill, Fußballer des KSV Hessen © Fischer, Andreas

Frederic Brill (30/Kapitän des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel): „Wie viele andere Spieler habe ich auch ein Ritual. Nach einem Training unter sengender Hitze geht es direkt in die Eistonne. Danach ziehe ich mich nicht sofort an, sondern lasse meinen Körper erst mal zur Ruhe kommen. Worauf ich ansonsten achte: Bei hohen Temperaturen gehe ich am frühen Morgen joggen, manchmal auch spät abends. Zur Erfrischung gibt es Sprudel, den ich mit ganz wenig Saft vermenge. Ich bin dabei ein Fan von Karotten-Bananen-Saft. Zudem beherzige ich den Tipp eines früheren Trainers: Ich versetze die Getränke mit einem Teelöffel Salz – das hilft bei der Elektrolytzufuhr.“

Timo Goebel Tennispieler der ST Lohfelden
Timo Goebel, Tennispieler der ST Lohfelden © Wilfried Müller

Timo Goebel (45/Tennisspieler des Herren-40-Regionalligisten ST Lohfelden): „Ganz entscheidend bei diesem Wetter ist aus meiner Sicht: viel trinken. Als Tennisspieler habe ich zudem immer eine Kappe auf dem Kopf. Manchmal brause ich die während einer kurzen Pause unter kaltem Wasser ab. Auch ein kaltes Handtuch im Nacken hilft. Unverzichtbar ist darüber hinaus für mich eine gute Sonnencreme. Ansonsten nehme ich bei großer Hitze immer drei Liter Mineralwasser mit zu einem Spiel. Allerdings habe ich schon vorher ein, zwei Liter getrunken und zur Prophylaxe gegen mögliche Verkrampfungen Magnesiumpulver eingenommen. Wenn auf meiner Seite etwas mehr Schatten ist, dann lasse ich mir schon mal etwas mehr Zeit fürs Ballholen.“

Eva Dieterich Kasseler Langstreckenläuferin
Eva Dieterich, Kasseler Langstreckenläuferin © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS

Eva Dieterich (23/Langstreckenläuferin Laufteam Kassel): „Die knackigen Einheiten versuche ich am frühen Morgen oder am späten Abend zu absolvieren. Da Wettkämpfe immer auch mal in der Mittagshitze stattfinden können, streue ich zu diesen Zeiten trotzdem ein paar lockere Ausdauerläufe ein. Um es etwas schattiger zu haben, entscheide ich mich für Strecken im Wald. Auf jeden Fall schaue ich schon, dass ich immer auch etwas Schatten abbekomme. Falls möglich, lasse ich zudem jemanden mit dem Rad neben mir her fahren. Der kann mir dann Wasser reichen. Geht das nicht, dann stelle ich mir eine Flasche zu Hause ans Gartentor und kann nach jeder Runde etwas Flüssigkeit zu mir nehmen.“

Max Lichtschlag Kasseler Bundesliga-Ruderer
Max Lichtschlag, Kasseler Bundesliga-Ruderer © Dilling, Peter

Max Lichtschlag (21/Kapitän des Kasseler Bundesliga-Ruderachters): „Grundsätzlich ist es das Ziel, die große Hitze zu vermeiden. Deswegen trainieren wir dann gern früh morgens. Da wir einige Berufstätige haben, geht das aber zumeist nur an den Wochenenden. Bei heißen Temperaturen heißt es: Kappe auf und Sonnencreme nutzen. Manchmal stecken wir die Kappen auch mal kurz ins Wasser, um etwas Abkühlung zu bekommen. Wir haben im Ruderboot immer ein paar Wasserflaschen dabei. Bei einem Boot, das mit Besatzung gut eine Tonne wiegt, machen ein paar Flaschen nicht viel aus. Da wir kurze Strecken fahren, reicht es oft auch aus, wenn wir davor und danach etwas trinken. Während der Rennen bekommen wir ein paar Spritzer Wasser ab.“ (Björn Mahr)

FotoS: ANDREAS FISCHER (2 nh), WILFRIED MÜLLER, IMAGO IMAGES/BEAUTIFUL SPORTS, PETER DILLING/NH

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