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Eintracht Baunatal gewinnt gegen Tabellenzweiten

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Von: Martin Scholz

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Baunatals Kevin Trogisch lieferte gestern in Erlangen eine starke Vorstellung ab.
Baunatals Kevin Trogisch lieferte gestern in Erlangen eine starke Vorstellung ab. © Andreas Fischer

Eine Sache mag Dennis Weinrich beim Handball überhaupt nicht: Sonntagsspiele. Seit gestern Abend dürfte der Trainer des GSV Eintracht Baunatal darüber wohl etwas anders denken, denn da setzten sich seine Drittliga-Handballer beim Favoriten und Tabellenzweiten HC Erlangen II mit 36:30 (16:16) durch.

Damit konnten die Nordhessen in der Erlanger Karl-Heinz-Hiersemann-Halle Revanche für die 26:35-Hinspiel-Niederlage vor drei Wochen in Baunatal nehmen. „Vielleicht war genau das auch das Problem der Erlanger. Mit dem Wissen in ein Heimspiel zu gehen, dass man eine Mannschaft zu Gast hat, die man in deren Halle bestens im Griff hatte, kann auch schon mal von Nachteil sein“, sagte Eintracht-Trainer Weinrich nach dem Spiel.

Einem Spiel, in dem die Baunataler von Anfang an Stärke demonstrierten. Spätestens nach dem 9:6 (14.) durch Phil Räbiger dürfte diese Stärke auch Erlangens Trainer Tobias Wannenmacher deutlich geworden sein. Seine Auszeit brachte den HC wieder in die Spur zurück – zwei Minuten später stand es 9:9.

„Dieses Mal haben wir uns allerdings nicht aus der Ruhe bringen lassen und sind fokussiert geblieben“, lobte Weinrich seine Mannschaft später. Die ließ sich nie abhängen oder von einem Zwei-Tore-Vorsprung der Erlanger vor dem Halbzeitpfiff aus der Ruhe bringen.

Allen voran Felix Geßner mit sagenhaften zwölf Feldtoren, zu denen der ebenfalls stark aufspielende Kevin Trogisch noch acht Tore hinzufügte. „Felix hat ein extremes Tempo vorgelegt und ist dem Gegner teilweise einfach weggelaufen“, lobte Weinrich seinen Linksaußen. Aber die 20 Tore von Geßner und Trogisch waren nicht allein der Schlüssel zum Baunataler Erfolg. Phil Räbiger setzte über 60 Minuten Akzente, das Spiel am Kreis funktionierte fast tadellos, und vor allem die Baunataler Abwehr „rührte Beton an“, wie Weinrich meinte.

Und so ging es eben auch in die zweite Halbzeit. Allerdings mit Tendenz nach oben. Stand es in der 38. Minute noch 22:21 für Baunatal, änderte sich das innerhalb von sieben Minuten spielentscheidend hin zu einer 28:22-Führung.

Dem hatten die Gastgeber nichts Entscheidendes mehr entgegenzusetzen. Baunatals Abwehr agierte souverän, und auch Torwart Marcel Lohrbach lieferte eine gute Vorstellung ab. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Ein Sonntagsausflug mit Happy End. (Martin Scholz)

Erlangen: Haßferter, Winicki - von Alvensleben, Bialowas 3, von Gruchalla, Bühler 2, Paul Poser, Längst, Banik, Bauder 5, Hartmann 2, Kellner 5, Walz 1, Jonas Poser 8/2, Seitz 4, Grieshammer

Baunatal: Goldmann (1. - 25.), Mügge (n.e.), Lohrbach (25. - 60.) - Gabriel 2/1, Lasse Reinhardt 2, Fynn Reinhrdt, Geßner 12, Räbiger 4, Fitozovic 3, Bieber 2, Batz, Trogisch 8/2, Kleinschmidt 2, Helbing 1, Kurtz, Henne

SR: Bernhardt/Zick (Ludwigshafen/Mannheim) Zuschauer: 300

Siebenmeter: 2/2:3/4

Strafminuten: 2:6 (Rot gegen Fynn Reinhardt)

Spielverlauf: 3:3 (5.), 5:8 (12.), 12:10 (20.), 14:13 (24.), 16:15 (29.), 18:18 (32.), 21:22 (38.), 22:26 (44.), 22:28 (45.), 25:29 (50.), 28:34 (56.)

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