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Remis - und Sorgen um Debus

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Hersfelds Trainerin Sabine Teichmann (links) war zufrieden mit ihrer Mannschaft – nicht aber mit der harten Gangart von Gegner Reichensachsen.
Hersfelds Trainerin Sabine Teichmann (links) war zufrieden mit ihrer Mannschaft – nicht aber mit der harten Gangart von Gegner Reichensachsen. © Friedhelm Eyert

Reichensachsen – Eine Dramatik, die kaum zu überbieten war, lieferte den Gesprächsstoff für das Landesligaduell der Handballerinnen zwischen dem SV Reichensachsen und dem TV Hersfeld. Die Partie endete, durch einen Treffer von Carolin Heckmann 14 Sekunden vor der Schlusssirene, mit einer Punkteteilung. Zwar führte Hersfeld die ganze Partie über, konnte sich aber nie entscheidend absetzen und musste dann den späten Ausgleich der Gastgeberinnen hinnehmen.

Hersfelds Neuzugang Sandra Debus schied nach einem – laut TVH-Trainerin Sabine Teichmann – nicht geahndeten Foul bei einem Tempogegenstoß mit Verdacht auf eine schwerere Knieverletzung aus. „Sandra hat ein dick geschwollenes Knie, vermutlich durch eine Einblutung und kann nicht auftreten. Das sieht gar nicht gut aus“, berichtete Teichmann am Montagnachmittag am Telefon.

Unnötige Härte

Da klang die Trainerin noch immer angefressen. Die Härte der Reichensachsenerinnen habe oftmals die Grenze überschritten. Zudem seien ihre (jungen) Spielerinnen von den Zuschauern mehrfach unter der Gürtellinie beleidigt worden. „Die Schiedsrichter haben sehr kleinlich gepfiffen und dadurch unnötige Härte aufkommen lassen“, so Teichmann. Die Atmosphäre habe sich in der Schlussphase immer mehr aufgeheizt. „Wir spielen gerne Handball, auch gegen harte Gegner. Aber das ging diesmal zu weit. Die Mädels müssen ja montags auch alle wieder an die Arbeit“, schimpfte sie.

Die Schlussminute

Es stand 23:24, der Uhrzeiger bewegte sich schon in der Schlussminute, als Reichensachsen den Ball eroberte und einen Konter initiierte. Foulspiel ja, aber auch Vorteil, die Schiris pfiffen den Tempogegenstoß dennoch ab und brachten Veronika Wagner um den möglichen Ausgleich. Der schnell ausgeführte Freiwurf eröffnete ihr doch die Chance, aber sie traf, von der linken Außenbahn abgeschlossen, nur den Pfosten und löste einen Aufschrei des Publikums aus: Die SVR-Anhänger sahen die Felle davonschwimmen.

Doch weit gefehlt: Auf der rechten Seite lauerte Anna-Lena Kehr, die den Ball aufnahm, der dann aus dem Gewühl heraus in den Händen von Carolin Heckmann landete, die schließlich zum nicht unverdienten Remis traf. 14 Sekunden blieben dem TVH noch, doch die ohnehin in der zweiten Halbzeit besser postierte SVR-Abwehr ließ keinen Abschluss mehr zu – und löste einen gewaltigen Jubelsturm aus.

Natürlich löste sich auch bei Trainer Matthias Meinl die Anspannung. „Ich denke, dass wir alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben und nicht zuletzt dank unserer Beharrlichkeit mit dem Punkt belohnt wurden, lobte der Coach. „Wir haben nie entscheidend zurückgelegen, selbst beim 20:23 in der 56. Minute weiter an uns geglaubt“, freute sich Meinl.

Teichmann treffsicher

Vor allem Hersfelds quirlige Trainerinnen-Tochter Luisa Teichmann stellte die SVR-Defensive vor viele Probleme. Immer wieder kurbelte sie die schnelle und variantenreiche Angriffsmaschine an und war speziell im ersten Abschnitt häufig nur mit robustem Abwehrverhalten zu stoppen.

Übrigens: Hersfelds zwölffache Torschützin Luisa Teichmann trat neunmal zu Siebenmetern an und verwandelte achtmal in Folge den Ball von ihr aus gesehen in die untere linke Ecke. Sie erwischte Reichensachsen Torhüterinnen somit mehrfach auf dem falschen Fuß.

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