Fußball-Kreisoberliga

Marco Schade (28) lebt die Nähe zu Dorf, Heimat und Verein

Marco Schade von der SG MMR (vorn). Daneben André Deneke.
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Heimatverbunden: Marco Schade von der SG MMR (vorn). Daneben André Deneke.

Die Kreisoberliga-Fußballer der SG Mecklar/Meckbach/Reilos können sich glücklich schätzen: Ihr Verteidiger Marco Schade mag Zweikämpfe - und jubelt, wenn er in der 90. Minute den Ball von der Torlinie kratzen kann.

Mecklar - Marco Schade sitzt im vereinseigenen T-Shirt da. Schwarz ist es, und das Bild scheint für ihn selbstverständlich. Man spürt: Mehr Identifikation geht nicht. „Zum Treffpunkt tragen wir die schwarzen Shirts, zum Aufwärmen die weißen.“ Mit „wir“ meint er die Kicker seines Teams. Und schon sind wir mitten im Thema: Der 28-Jährige lebt die Identifikation zu Dorf, Heimat und Verein. Seit zehn Jahren ist er im Vorstand des TSV Mecklar. Aktuell schlüpft er in die Rollen des Fußball-Abteilungsleiters und des Jugendwartes. Auch letztgenannten Posten hat er seit dieser Zeit inne. Damals trainierte er an Christian Wetzels Seite die jungen Fußballer in Ludwigsau. „Sechs Tage in der Woche war ich zu dieser Zeit am Sportplatz. Mindestens.“

Diesen Drang, sich dem Naheliegenden zu verschreiben, hat er nicht von seinem Vater Helmut; auch nicht von Bruder Heiko, der einst auch in Mecklar kickte, später aber aufhörte, bis er sich um die Platzansage kümmerte und im Vorstand engagierte. Nein, Opa Heinrich inspirierte Marco und weckte in seinem Enkel das Vereinsleben. „Mein Opa war in fast jedem Verein in unserem Ort. Er war anlässlich der 750-Jahr-Feier Mecklars im Orga-Team, beim 100-jährigen Brückenfest dabei, und nach ihm ist der Heinrich-Schade-Platz in unmittelbarer Nähe des Backhauses benannt.“

Den Zugang zum Fußball und seine Verbundenheit damit ließe sich leicht erklären. „Ich war schon immer fußballbegeistert“, sagt der 28-Jährige. Zumal sein Onkel in Witten wohnt - und Marco wegen dieser räumlichen Nähe Fan des Bundesligisten Borussia Dortmund ist. Seine Laufbahn hingegen hatte Pausen, Lücken und Risse. „Ich war eher ein Spätstarter. Sich zu entwickeln, das kam bei mir mit der Zeit.“

Und der „Mecklärer Jung“ nimmt kein Blatt vor den Mund. „Ich war ne absolute Krücke. Ich hätte mich selbst nicht aufgestellt.“ Spielte er erst im Sturm, entdeckte ihn Marcel Cean im C- und B-Juniorenalter als Verteidiger. Von da an ging es bergauf. „Ich habe mich selbst reflektiert. Ich setze meine Stärken da ein, wo ich der Mannschaft am besten helfen kann.“ Heute gilt er als zuverlässige Abwehrkraft, die nicht aus dem Team des Kreisoberligisten wegzudenken ist. Und als wäre die Stellenbeschreibung für ihn erfunden worden, fügt er hinzu: „Andere feiern lieber ihre Tore. Doch ich mag eher Zweikämpfe. Ich feiere, wenn ich in der 90. Minute den Ball von der Torlinie kratze.“

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