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Daniel Hansliks Siegtor - und andere Fußballgeschichten des Wochenendes

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Siegtorschütze beim Freistoß: Sascha Schleinig (links) zirkelt den Ball um die Friedewalder Mauer mit von links Felix Heinemann, Sebastian Pfannkuch, Timo Schäfer und
Siegtorschütze beim Freistoß: Sascha Schleinig (links) zirkelt den Ball um die Friedewalder Mauer mit von links Felix Heinemann, Sebastian Pfannkuch, Timo Schäfer und Kevin Krause.  © Friedhelm Eyert

Ein Siegtorschütze in letzter Minute, ein Derbyerfolg vor großer Kulisse und ein deutlicher Überraschunsgssieg eines Außenseiters – es gab Partien mit Knalleffekten am Fußball-Wochenende.

Siegtorschütze

Bad Hersfeld - Daniel Hanslik war der gefeierte Mann beim 1. FC Kaiserslautern. Der gebürtige Unterhauner schoss im Auswärtsspiel der 2. Bundesliga bei Arminia Bielefeld das 3:2-Siegtor. Der FCK war durch Philipp Klement und Aaron Opoku mit 2:0 nach dem Wechsel in Führung gegangen, die wiedererstarkte Arminia kam durch zwei Treffer von Hack zum Ausgleich. Die Lauterer wankten in der Schlussphase, fielen aber nicht. Der in der 66. Minute für Klement eingewechselte Hanslik traf nach Flanke von Philipp Hercher in der 88. Minute zum 3:2.

„Solche Geschichten schreibt nur der Fußball“, wird Hanslik auf der FCK-Homepage „betzebrennt“ zitiert. „Wir haben uns nach der Führung einen Tick zu sicher gefühlt und wurden nachlässig. Sind am Ende aber noch mal zurückzukommen, auch gegen das Stadion – das ist auch eine Qualität von uns“, freute sich Hanslik. Weil er zuletzt nur wenige Einsatzminuten kam, sprach er von „einigen schwierigen Wochen“. Und Trainer Dirk Schuster ergänzte in seine Richtung: „Er war auch schon ein Kandidat für die Startelf heute. Nach seiner Einwechslung hat er sauber gegen den Ball gearbeitet. Und der Fleißige wird im Endeffekt belohnt.“ Gut möglich, dass Hanslik mit einem Startelf-Einsatz heute im Spiel gegen den Karlsruher SC (18.30 Uhr) rechnen darf.

Derbysieger

In der 68. Minute des Hohenrodaer Kreisoberligaderbys in Ausbach fasste sich Hohenrodas Sascha Schleinig ein Herz, umspielte gleich zwei Abwehrspieler wie Slalomstangen und zog aus 15 Metern ab. Der Ball schlug flach im linken unteren Eck ein – unhaltbar für Keeper Tobias Winter. Jubelnd drehte der Torschütze ab. Drei weitere gute Szenen besaß der Siegtorschütze noch nach der Pause vor rund 300 Zuschauern. Zum einen scheiterte er mit einem Fernschuss an Winter, der glänzend parierte, einmal schoss er aus aussichtsreicher Position vorbei und zum anderen setzte er nach einem Solo seinen Teamkollegen Marlon Weitz gekonnt in Szene, bei dessen Schuss aber Winter den Winkel gekonnt verkürzte. Hohenrodas Fans feierte den Sieg im kampfbetonten Derby mit trommelnden Fäusten an der Bande und mit roten Rauchbomben. Die meisten von ihnen waren von Mansbach und Ransbach zum Ausbacher Sportplatz sogar gelaufen. „Wir können uns beruhigt zurücklehnen“, sagt Markus Ruppel. „Wir sind in einer komfortablen Ausgangslage.“ Hohenroda ist fünf Punkte hinter Neuenstein Tabellenzweiter, aber punktgleich (35) mit Weiterode. In der Winterpause, so Ruppel, werden die Hohenrodaer noch an einer Verbreiterung des Kaders arbeiten.

Überraschungssieger

Der 5:0-Erfolg des FV Friedlos gegen Dittlofrod/Körnbach war der Überraschungssieg an diesem Wochenende in der Kreisoberliga. Mit diesem Erfolg halten die Friedloser weiter Kontakt zu Burghaun und damit die Möglichkeit, weiter um den Klassenerhalt mitzuspielen.

Trainer Paco Garcia musste das Spiel jedoch im Krankenhaus im Liveticker verfolgen. Er wurde am Donnerstag in der Bad Hersfelder Orthopädie am Knie operiert. Das Training leiten jetzt Felix Gossmann und Sebastian Kraft. „Es war eine verdiente Niederlage“, meinte Gästecoach Thorsten Heiderich knapp, ohne ins Detail zu gehen und nicht zu vergessen, auch Paco Garcia gute Besserung zu wünschen: „Friedlos war einfach galliger als wir und hat seine Chancen genutzt.“ Garcia sieht den schon gegen Niederaula (0:1) eingeschlagenen Weg bestätigt. „Da haben wir gut in der Defensive gestanden.“

Die Friedloser haben jetzt noch ein Spiel – und zwar das am kommenden Sonntag bei Schlusslicht Wildeck. Dann will Garcia wieder an der Linie stehen.

Schiri geht es besser

Wieder wohlauf ist Julian Rohrbach aus Niederaula. Weil dem Schiedsrichter in der 80. Minute der Gruppenligapartie zwischen Elters/Eckweisbach/Schwarzbach und Kerzell beim Stand von 1:1 schwarz vor den Augen wurde, musste die Partie in der 80. Minute abgebrochen werden. „Es ist mir unerklärlich“, so der Schiri. „So etwas hatte ich bislang noch nie.“

(Hartmut Wenzel)

Traf zum 3:2: Daniel Hanslik vom FCK.
Traf zum 3:2: Daniel Hanslik vom FCK. © dpa
Torschütze: Der Friedloser Daniel Schmied, links am Ball, erhöhte gegen Dittlofrod zum 2:0.
Torschütze: Der Friedloser Daniel Schmied, links am Ball, erhöhte gegen Dittlofrod zum 2:0. © Friedhelm Eyert

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