Splitter rund um den zehnten Saisonsieg der TG Münden

Spione, wilde Pfiffe und eine Frage

Sechs Tore binnen zehn Minuten: Christian Grambow. 2 Fotos: Brandenstein

Leipziger auf Spionagetour Leipzigs neuer Trainer Uwe Jungandreas dürfte die Gensunger Kreissporthalle etwas grübelnd verlassen haben. Vor dem Gastspiel seiner Mannschaft am kommenden Samstag bei der TG Münden war der Coach auf Spionage-Tour. Und besonders die mentale Stärke der Mündener in Drucksituationen dürfte ihn stark beeindruckt haben. Immerhin holten sich vor dem anstehenden Gipfeltreffen auch die Leipziger zusätzliches Selbstvertrauen. Gestern bezwangen sie Verfolger Lok Pirna souverän mit 35:23.

Kleinliche Schiedsrichter

Das Spiel war keineswegs überhart geführt. Doch was das Schiedsrichtergespann Bartl/Janisch daraus machte, war einer Spitzenpartie nicht angemessen. Von Beginn an setzten sie sich mit einer äußerst kleinlichen Vergabe von Gelben Karten und Zeitstrafen unter Druck. Zudem wurden selbst zurückhaltende Beschwerden der Spieler nicht akzeptiert und sofort geahndet. Zwölfmal wurden TGer, neunmal Gensunger für zwei Minuten auf die Bank geschickt. Bei anderen Teams hätte das entscheidend sein können. Nicht so bei der TG, die aufgrund ihrer individuellen Klasse in Unterzahl acht (!) Tore erzielte. Tesch im Fanblock Immer wenn es eng wird, ist auf sie Verlass: Martin Hummel und Oliver Tesch. Hummel hatte trotz seiner elf Treffer gar nicht mal einen Glanztag erwischt, traf aber in den Schlussminuten mitentscheidend. Ein Phänomen ist auch Oliver Tesch. Von Schiedsrichtern und Gensunger Fans auf dem Kieker, tat er sich zunächst schwer. Traumhaft dann aber wieder seine mitreißende Art und insgesamt neun Treffer. Nach seinem Platzverweis mit lautstarker Stimme im TG-Fanblock.

Grambow läuft heiss

Wohl dem, der flexible Spieler in seinen Reihen hat. Christian Grambow wechselte von Linksaußen in den Rückraum und lief zwischen der 44. und 54. Minute mit sechs Toren förmlich heiß.

Einfach feiern lassen Die Frage, ob die TG nun der Topfavorit auf den Staffelsieg ist, muss sich Peter Rommel wohl jetzt öfter anhören. „Wir müssen es allmählich annehmen, dass wir um die Meisterschaft spielen“, so der Coach. „Aber daran denken wir noch nicht. Lasst uns doch einfach feiern.“

Von Manuel Brandenstein

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