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20:26-Niederlage gegen Rosdorf: Plesses Chaos-Start im Derby

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Abgehoben am gegnerischen Kreis: Plesses Yasmin Hemke (Mitte) kommt frei zum Wurf. Rosdorfs Shari Kehler (links) und Nuri Moschner können nicht mehr eingreifen.
Abgehoben am gegnerischen Kreis: Plesses Yasmin Hemke (Mitte) kommt frei zum Wurf. Rosdorfs Shari Kehler (links) und Nuri Moschner können nicht mehr eingreifen. © Hubert Jelinek/gsd

Mit 20:26 (8:13) unterlagen am späten Sonntagnachmittag die Oberliga-Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg im Südniedersachsenderby dem MTV Rosdorf.

Bovenden – Als wäre diese Niederlage allein nicht schon ärgerlich genug, punktete auch noch fast die gesamte Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt: Der Northeimer HC siegte 30:19 in Braunschweig, die Schaumburgerinnen schlugen Großenheidorn 27:

22, und Germania List schickte die Wolfsburgerinnen mit einer 22:31-Niederlage nach Hause.

Die Partie am Wurzelbruchweg war im Grunde schon nach zwölf Minuten entschieden: Die Gäste führten 7:1, weil das Burgenteam sich im ersten Fünftel des Derbys Ballverluste ohne Ende leistete. Alles was danach passierte, war auf der einen Seite der Versuch der HSG, diesen Fehlstart aufzuarbeiten, den – auf der anderen Seite – die Rosdorferinnen nur zu vereiteln hatten.

Während die Hausherrinnen mit ihrem Bemühen um eine Resultatsverbesserung auf der Stelle traten – sie fielen zwar nicht wesentlich weiter zurück, holten aber auch nie merklich auf – reichte es den Gästen, die Partie zu kontrollieren. MTV-Trainer Sascha Heiligenstadt bescheinigte seiner Abwehr, „stabil gestanden“ zu haben, und seiner Offensive „eine solide Leistung, bei der wir uns im Abschluss das eine oder andere Mal auch quälen mussten“. Unter dem Strich sei es „ein Sieg des Kollektivs“ gewesen. Sein Gegenüber Joshua Schlüter hatte an der Leistung seines Teams mehr auszusetzen: „Wir waren im Angriff viel zu statisch und haben in der Abwehr viel zu spät in die Zweikämpfe gefunden.“ Dem „völlig verpennten Partie-Auftakt“ sei man bis zum Schlusspfiff hinterhergelaufen.

Tatsächlich mühten sich die Gastgeberinnen zwar nach ihrem Blackout zum Partie-Auftakt redlich darum, in das Spiel zurückzufinden, aber immer wieder hagelte es Ballverluste durch schlecht getimte Würfe, unnötige Fehlpässe oder vermeidbare technische Fehler. Dazu kam diesmal noch eine Abwehr, die den gegnerischen Angreiferinnen viel zu viele – von diesen auch genutzte – Freiräume ließ. Bemerkenswert im Übrigen, dass sich gleich elf Rosdorferinnen in die Torschützenliste eintrugen, während beim Burgenteam unter den acht erfolgreichen Werferinnen einmal mehr Beeke Hartig – mit sieben Toren die erfolgreichste Werferin in der Halle – die Hauptlast schultern musste.

HSG: Suchy (bis 40.), Merz (ab 41.) - Hartig 7/2, H. Müller 4, Al Najem-Herrig 3, Herale 3, Führ 1, Hemke 1, Schütze 1, Bachmann, Begau, Henne, Löwe, Pfotzer.

MTV: Schlote (1. - 60.) - Kehler 4, Moschner 4, Diek 3, Keppler 3, Seifert 3, Wedemeier 3, Mündemann 2, Neidthardt 2, Apel 1, Gutenberg 1, Fromm, Meißner, Schwarz.  (eko)

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