1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Sport Göttingen

28:27 gegen Warberg: Aufatmen der Plesse-Männer nach zweitem Saisonsieg

Erstellt:

Kommentare

Hart angegangen: Plesses Felix Funke (Mitte) wird von Warbergs Tim Gronde (links) und Marvin Peschmann in die Zange genommen und so am Torwurf gehindert.
Hart angegangen: Plesses Felix Funke (Mitte) wird von Warbergs Tim Gronde (links) und Marvin Peschmann in die Zange genommen und so am Torwurf gehindert. © Hubert Jelinek/gsd

Mit dem praktisch in letzter Sekunde herausgeworfenen 28:27 (15:12)-Sieg über den Tabellenelften HSV Warberg/Lelm fuhren die Oberliga-Handballer der HSG Plesse-Hardenberg am Sonntagabend in der Sporthalle am Wurzelbruchweg ihren zweiten Saisonsieg ein.

Bovenden – Es war ein hartes Stück Arbeit, ehe die Hausherren, denen neun Spieler ihres an sich umfangreichen Kaders verletzt oder erkrankt fehlten, die Ernte ihrer Mühen in die Scheuer einfahren durften.

Mehrfach hatte man als Plesse--Fan schon hoffen dürfen, dass die Hausherren den widerspenstigen Gast jetzt im Griff (10:5 in der 18. Minute, 15:11/30., 21:17/39. oder 24:20/46.) gehabt hätten, doch jedes Mal kam der Aufsteiger aus dem Landkreis Helmstedt zurück: 12:11/24., 18:17/36., 21:20/44. Und schließlich 26:25/58. Wenig später glich er dann sogar – zum ersten Mal seit dem 1:1 – aus (26:26/59.). Malte Sültmanns neuerliche Führung (27:26) glich Warbergs Tim Gronde im Gegenzug noch einmal aus, doch auf Luca Langes 28:27 fanden die Gäste dann keine Antwort mehr. Der nach der Schlusssirene einsetzende Jubel beim Gastgeber zeigt, welch ein Stein den Burgenhandballern mit diesem Sieg von der Seele gefallen war.

Die Hauptlast, mit der die Gastgeber sich am Sonntag herumzuplagen hatten, war der Erwartungsdruck, der auf ihnen lastete, und den sie offenbar nie völlig abschütteln konnten. Das Auf und Ab im Spielverlauf lag hauptsächlich daran, dass die HSG einfach keine Ruhe in ihr Spiel bekam. Zu groß war die Last des Unbedingt-siegen-müssens, als dass man gelassen und souverän an diese Aufgabe hätte herangehen können. Zu viel stand auf dem Spiel. Und so merkte HSG-Trainer Patrick Schäfer nach dem Schlusspfiff richtigerweise an: „Die Einstellung war heute super! Leider haben wir aber während des Spielverlaufes mehrfach die falschen Entscheidungen getroffen –und so den Gegner im Spiel gehalten.“

Entscheidend war in Schäfers Augen jene Phase, in der nacheinander Bastian Herrig (41.) und Kajo Hinz (43.) eine Zeitstrafe absitzen mussten: „Dass wir aus diesem doppelten Unterzahlspiel mit einer Zwei-Tore-Führung herauskamen, war in meinen Augen der Knackpunkt.“

HSG: Wigger, Streich - Büttner 7/6, Schlüter 6, Lange 5, Funke 4, Hinz 3, Herrig 2, Sültmann 1, Friedrichs, Meyners, Nörtemann, Springer, Weber. (Edzard Korte)

Auch interessant

Kommentare