1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Sport Göttingen

3:2 beim SC Hainberg: SSV Nörten kommt gut aus der Zwangspause

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Helmut Anschütz

Kommentare

Bei allen SSV-Toren dabei: Lucas Duymelinck (li.) im Kopfballduell mit Hainbergs Mohamed Taboure.
Bei allen SSV-Toren dabei: Lucas Duymelinck (li.) im Kopfballduell mit Hainbergs Mohamed Taboure. © Hubert Jelinek/gsd

Wer einen lauen Landesliga-Kick erwartet hatte – vor allem nach der vier Spiele umfassenden Zwangspause für den SSV Nörten wegen Corona und Platzverhältnissen --, sah sich in der auf den Kunstrasen am Jahnstadion verlegten Partie beim SC Hainberg schnell getäuscht.

Göttingen – Es war vor 120 Zuschauern ein eher überraschend ansehnliches Spiel mit (fast) allen Schikanen: positiv wie negativ. Nörten siegte obendrein mit 3:2 (2:0) im Derby beim Göttinger Nachbarn und kam somit gut aus seiner spielfreien Zeit. Das war – zumindest aus SSV-Sicht – das Positive.

Das Negative gab es gleich zu Beginn: Nörtens Leon Rüffer knickte mit dem Knie weg, musste nach nur 120 Sekunden schon gestützt vom Kunstrasen. In Minute 25 stand der Rettungswagen vor dem Sportgästehaus zum Transport ins Krankenhaus.

Wie das im Sport manchmal so ist: Rüffers Pech wurde zu Nörtens Glück, denn für ihn kam Lucas Duymelinck ins Spiel, der die ganze Woche (wegen Bundeswehr) nicht trainieren konnte. Der Soldat wurde einmal mehr zum absoluten Faktor – er war an allen drei SSV-Treffern beteiligt:

. 33. Minute: Beim 0:1 bediente er von links im Zentrum Nils Hillemann, der zur Führung abstaubte.

. 45. Minute: Vor dem 0:2 wurde Duymelinck kurz hinter der Strafraumgrenze von Mazlum Dogan gelegt – Foulelfmeter, entschied Referee Przondziono. Eine Sache für SSV-Kapitän Dennis Zeibig – rechts halbhoch, 0:2. Halbzeit.

. 68. Minute: Nach einer Ecke stand der Nörtener Goalgetter vielleicht drei Sekunden etwas links versetzt am 16er frei, traf links unten zum 1:3. Effektiver geht’s kaum!

Das waren aber längst nicht alle Highlights. Mit einem gefühlvollen Lupfer über SSV-Keeper Torwart Dominik Hillemann hatte Hainbergs Lukas Lukas das 1:2 (62.) geschafft. Die wieder aufgekommene Spannung erstickte (siehe oben) Duymelinck mit dem 3:1 – aber wieder nur kurzzeitig!

Denn 180 Sekunden später stürmte Paul Mähner auf das Nörtener Tor zu, Schlussmann Hillemann klärte auf Kosten eines Fouls. Rot für den SSV-Zerberus und Strafstoß für den SCH, den Niklas Pfitzner versenkte (71.). Der für Hillemann gekommene Dennis Koch war fast noch dran. Hainberg drängte auf das 3:3, doch der SSV rettete den Dreier über die Zeit in einem ansehnlichen Match.

„Nach Startproblemen haben wir eine Super-Reaktion gezeigt, unsere Einstellung und Mentalität haben mir gefallen“. lobte SSV-Coach Jan Diederich. „Unsere Spielanlage war gut, es fehlte nur das Glück“, meinte SC-Trainer Lulas Zekas. „Ich bin zufrieden, aber wir haben keine Punkte.“  (Helmut Anschütz/gsd)

Auch interessant

Kommentare