Handball-Oberliga Frauen

30:29 gegen MTV Geismar: Gutenbergs ebnen Rosdorfs Weg zum Sieg

Ein dutzend Mal erfolgreich: Amrei Gutenberg (links) trug mit zwölf Treffern entscheidend zum Rosdorfer Sieg gegen den MTV Geismar bei. Rechts Kira Stiens (22).
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Ein dutzend Mal erfolgreich: Amrei Gutenberg (links) trug mit zwölf Treffern entscheidend zum Rosdorfer Sieg gegen den MTV Geismar bei. Rechts Kira Stiens (22).

Toll war’s nicht, aber wenigstens kann sich eine Mannschaft im Göttinger Handball-Derby der Oberliga-Frauen mit einem Sieg belohnen und damit schon wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln.

Rosdorf – Mit 30:29 (15:17) bezwingt der MTV Rosdorf den MTV Geismar im Stadtduell auf höchstens mittelmäßigem Niveau.

„Ein dreckiger Sieg“, befand Rosdorfs Coach Sascha Heiligenstadt, der hinterher schnell wegwollte, weil ihm das alles zu viel war. „Bei uns geriet manches ins Stocken. Wir waren nervös, glauben nicht an uns selbst.“

„Wir sind schlecht reingekommen, haben uns dann aber stabilisiert“, kommentierte Geismar-Coach Yunus Boyraz. „Umso bitterer, wenn man dann so ein Spiel verliert.“

Hauptsächlich zu verdanken hatten die Gastgeberinnen den Sieg den Gutenberg-Schwestern Maite und Amray, die auf starke zwölf Treffer kam und dabei sieben von sieben Strafwürfen verwandelte. Maite Gutenberg steuerte sechs Tore bei – das „Halben-Duo“ (Maite links; Amray rechts) sorgte für mehr als die Hälfte der Rosdorfer Treffer.

„Es kann aber nicht sein, dass nur sie Verantwortung übernehmen“, meinte Heiligenstadt und musste die Partie erst einmal verdauen. Rechtsaußen Neele Diek und Teresa Neidhardt kamen auf je vier Tore.

Vier Phasen kennzeichneten das von etlichen Unzulänglichkeiten geprägte Derby. Die ersten knapp 20 Minuten bestimmten eindeutig die Rosdorferinnen, die 10:7 führten. In den letzten zehn Minuten vor der Pause war es dann jedoch wie abgeschnitten beim gastgebenden MTV. Beim 11:10 warf Theresa Grotenburg zur ersten Gästeführung ein. Und bis zur Pause blieb das Boyraz-Team auch verdient vorn, weil Rosdorfs Deckung nur Begleitservice spielte, statt auch einmal zuzupacken.

Die zweite Hälfte war im Prinzip eine Wiederholung der ersten, wobei Geismar nach Wiederbeginn mehr als elf Minuten ohne Tor blieb, während Rosdorf auf 23:18 wegzog. Doch auch dieser Vorsprung brachte den Rosdorferinnen keine Sicherheit. Das 27:23 in der 50. Minute glichen Schwarz (2), Stiens und Reinholz zum 27:27 aus.

Eine spannende Schlussphase war garantiert. Maite Gutenberg, Neidhardt und Emily Keppler warfen Rosdorf schließlich zum zweiten Saisonsieg. Für Geismar trafen nur noch zwei Mal Kim Rolf. Grotenburg hatte nach der Schlusssirene noch den letzten Wurf, der über die Rosdorfer Mauer flog, aber an die Latte klatschte. „Wir sind zu spät wach geworden, es hätte für uns mehr werden können. Aber es ist Leben im Team. Bei Rosdorf setzen die Gutenbergs die Akzente.“ Heiligenstadt trotz des Sieges leicht angefressen: „Man muss auch Bock haben, Abwehr zu spielen.“

Rosdorf: Linze, Schlote - Keppler 2, Amrei Gutenberg 12 (7/7), Neidhardt 4, Apel, Gerke 1, Cramer, Wedemeier 2, Ulrich, Leonard 1, Diek 4, Maite Gutenberg 6.

MTV Geismar: Cornelsen, Lührs – Kühn, Schulze, Reinholz 5 (4/4), Rolf 8 (2/2), Schwarz 4, Hirschel, Knak, Stiens 6, Grotenburg 6. (Helmut Anschütz/gsd)

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