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30:24 gegen Hameln: So bleibt die HSG Plesse drin!

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Klares „Textil-Foul“! Plesses Funke (links) wird von Hamelns Jürgens heftig am Trikot gerissen.
Klares „Textil-Foul“! Plesses Funke (links) wird von Hamelns Jürgens heftig am Trikot gerissen. © Hubert Jelinek/gsd

Im besten Heimspiel dieser Saison schlug die HSG Plesse-Hardenberg den Tabellensechsten VfL Hameln mit 30:24 (15:12).

Bovenden – Der auf seine Spieler zu Recht stolze HSG-Trainer Dietmar Böning-Grebe nach dem Abpfiff: „Das war vor allem ein Sieg der Abwehr, die diesmal so stark spielte, dass wir uns vorne auch mal einen Ballverlust leisten konnten.“

Der HSG-Coach lobte in seinem Statement vor allem die „Mannschaftsleistung“, bei der er keinen Spieler herausheben wolle. Und doch verdient ein Spieler es, extra erwähnt zu werden: Was Routinier Christian Wedemeyer zwischen den Pfosten leistete, war außergewöhnlich. Der Chronist konnte - vor allem aus Platzgründen - nicht für jede der herausragenden Aktionen (darunter allein drei parierte Siebenmeter!) ein Strichlein auf seinem Zettelchen machen - es waren einfach zu viele. Vor Wedemeyer agierte eine Abwehr, die im Rückraum der Gäste vor allem die Halben früh attackierte. Eine Maßnahme, mit der Hameln nur schlecht zurechtkam. Die Folge: Der VfL musste sich nahezu jedes seiner Tore mühsam erarbeiten.

War also die Defensive, und hier vor allem der Torhüter, der große Baustein zum Überraschungssieg über den favorisierten Tabellensechsten, so trug auch die Offensive ihren Teil zum Sieg bei: Entgegen den bisherigen Saisongepflogenheiten nahm sie sich keine „Auszeit“, sondern sie spielte, auch wenn es bei der Treffsicherheit vereinzelt noch Luft nach oben gab, konzentriert durch. Vom 1:3 (4. Minute) setzte das Burgenteam sich über 4:3 (7.) auf 9:6 (18.) ab. Die höchste Führung vor der Pause war das 13:8 (26.), bei dem man zum ersten Mal ernsthaft an einen Sieg über den VfL glauben mochte. Im zweiten Durchgang durfte Hameln beim 18:16 (41.) noch einmal kurzfristig hoffen, doch schon das 22:17 (47.) erstickte diese Hoffnungen im Keim. Und wann immer der Gast aufzuholen schien, konterte die HSG, letztmalig vom 22:21 (52.) zum 28:22 (57.). Eine der Voraussetzungen für diese Konterfähigkeit war das konsequente Ein- und Auswechseln von der HSG-Bank. Die Corona-bedingten Defizite in der Vorbereitung auf diese Partie hatten nahe gelegt, allen Spielern häufige Pausen auf der Bank zu gewähren. Und das Rezept ging auf.

HSG: Wedemeyer, Streich - Winkelmann 8, Zidar 6, Funke 5, Heidig 4/2, Herrig 3 (30.: Rot o.B.), Schäfer 3, Zimmer 1, Arndt, v. Consbruch, Lange, Meyners, Weber.

Dass dieser Sieg noch nichts Endgültiges bedeutet, weiß auch Böning-Grebe: „Wir müssen jetzt daheim gegen Duderstadt und Lehrte nachlegen und auswärts in Bad Nenndorf und Helmstedt punkten.“

Die nächste Aufgabe ist aber das Nachholspiel am Mittwoch beim TSV Burgdorf III (Anpfiff: 20.30 Uhr). (Edzard Korte)

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