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32:32 gegen Fallersleben: König rettet Jahn Duderstadt einen Punkt kurz vor Schluss

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Von: Helmut Anschütz

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Gegnerisches Tor im Blick: Duderstadts Deivas Eidukonis (links) steigt gegen Fallersleben Tim Tangermann hoch und erzielt einen seiner zwölf Treffer.
Gegnerisches Tor im Blick: Duderstadts Deivas Eidukonis (links) steigt gegen Fallersleben Tim Tangermann hoch und erzielt einen seiner zwölf Treffer. © Hubert Jelinek/gsd

Nur noch zehn Sekunden zu spielen: Da bekommt Lasse König den Ball auf Rechtsaußen, fliegt in den Kreis und trifft zum 32:32 gegen den VfB Fallersleben.

Duderstadt – Rettet dem TV Jahn Duderstadt damit noch einen Punkt in einem Match, das die Eichsfelder eigentlich klar gewinnen mussten, nachdem sie zur Pause noch scheinbar sicher 18:13 geführt hatten.

„Ein unnötiger Punktverlust“, ärgerte sich Jahn-Coach Marcus Wuttke nach dem Schlusspfiff.

Noch einmal Handball-Feststimmung in der Sporthalle „Auf der Klappe“: Jahn-Kinder in gelben Trikots und roten Weihnachtsmützen am Spielfeldrand, oben in der Ecke 15 stimmkräftige und trinkfeste Jahn-Fans von der SC Eichsfeld unter den 500 Zuschauern mit lila Krombacher-Weihnachtsmützen von Basketball-Bundesligist BG Göttingen. „Defense, Defense“, feuern sie Duderstadt Basketball-like in der Deckung an.

Hilft in der ersten Halbzeit gut: Jahn legt ein 5:1 vor, baut den Vorsprung auf 12:4 (17.) aus. Läuft wie geschnitten Brot für die Eichsfelder, zumal der starke Litauer Deivas Eidukonis zur Pause schon sieben „Buden“ (am Ende 12) erzielt hat. Zur Halbzeit spricht alles für Jahn.

„Aber dann haben wir aufgehört zu decken“, lamentierte Wuttke hinterher. „Fallersleben hat Morgenluft gewittert und sie genutzt.“ Bei den Jahnern läuft nun immer weniger zusammen, das gute Kombinationsspiel aus der ersten Hälfte klappt längst nicht mehr so gut. Vor allem VfB-Mittelmann Tim Schroeter (10 Tore) bekommen die Duderstädter ebenso wenig unter Kontrolle wie Kris Behrens (8) und Paul Hoffmann (7). Vorübergehend versucht Fallersleben, Eidukonis und später den ebenso guten Kroaten Stjepan Knezic mit Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen – mit überschaubarem Erfolg. Die beiden halten Jahn fast allein im Spiel.

Beim 25:24 bringt Behrens den VfB erstmals in Front, doch Jahns Jannik Burgdorf kontert zum 28:26. Auch beim 29:27 und 30:28 führt Jahn mit zwei Treffern, bringt den Vorsprung aber nicht ins Ziel. Schroeter trifft zum 32:31, ehe König ausgleicht. „Wir haben den Sieg in der Abwehr verschenkt, haben es selbst vergeigt“, klagte Trainer Wuttke. Jahn-Chef Ekki Loest war nicht böse: „Ärgerlich! Wir haben es uns selbst schwer gemacht. Es hätten zwei Punkte sein müssen. Aber es war eine geile Atmosphäre in der Halle.“

TV Jahn: Krüger, Koch - N. Grolig, Frölich, König 1, Eidukonis 12, Deppe, E. Kreitz 1, Mitrovic, Knezic 8, Burgdorf 6, Born, Buhinicek 2/2, Winkler 2.  (Helmut Anschütz/gsd)

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